Montag, 20. Mai 2013

Medien /

Afrika Dialog in Westafrika per Radio  

Beitrag von Stefanie Otto

Jungen mit einem Radio im westafrikanischen Togo.
Der Sender WADR setzt auf Dialog und berichtet auch über Jugendthemen. ((flickr.com / Paul-W by-nc-sa))

Das West Africa Democracy Radio hat ein Sendegebiet von mehreren Millionen Quadratkilometern. Es berichtet unabhängig und kritisch aus den Staaten Westafrikas. Dabei ist der nicht-kommerzielle Sender auf Geldgeber angewiesen.

Das West Africa Democracy Radio, kurz WADR, hat seinen Sitz in Dhakar, Senegal. Der Sender erreicht Hörer in 13 Ländern Westafrikas. Dazu zählen die Elfenbeinküste, Mali, Guinea oder Gambia. Gesendet wird auf Englisch und Französisch. Die Zentrale in Dhakar arbeitet mit Partnerradios in den einzelnen Ländern zusammen. Diese integrieren das Programm von WADR in ihr lokales Radioprogramm. Teils übersetzen sie die Beiträge in die jeweilige Landessprache.

WADR will Aufklärung und Dialog

Zu den Grundsätzen von WADR gehört es, nicht allein aus den Hauptstädten Westafrikas zu berichten, sondern auch aus den ländlichen Gebieten. Dort ist das Leben oft noch beschwerlicher: Die Armut ist höher, ebenso die Arbeitslosigkeit. Ein weites Netz an Journalisten besucht auch entlegene Orte und übermittelt die Beiträge per Internet oder Mobiltelefon nach Dhakar.

Das Radioprojekt will den politischen Dialog und den Austausch in der Region fördern. Um unabhängig zu sein, ist man bei WADR auf Geldgeber angewiesen. Bislang unterstützt George Soros das Radioprojekt. Die Macher von WADR wünschen sich, dass auch die UN und die EU zu einer Finanzierung bereit wären.

WADR kann man überall auch per Livestream hören.

 

Mehr bei DRadio Wissen:

Afrika: 50 Jahre Unabhängigkeit (04.08.10)

Senegal: Ohne Strom (10.08.10)

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