Agrogentechik Wirtschaftsfaktor Gentechnik
Gespräch mit dem Geschäftsführer Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie, Ricardo Gent
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- Greenpeace-Aktivisten protestieren im Januar 2002 auf der Berliner "Grünen Woche" gegen Genfutter. (AP Archiv)
Das EU-Parlament entscheidet am 9. Februar über einen Vorschlag der EU-Kommission, den Anteil an genveränderten Pflanzen in importiertem Futtermittel auf 0,1 Prozent anzuheben. Bislang galt eine Null-Toleranz-Politik, die vor allem die Verbraucher schützen sollte.
Die EU-Kommission hält die Vorschriften für genetisch veränderte Organismen (GVO) in Bezug auf Futtermittel nicht mehr für praktikabel. Sie fürchtet einen Versorgungsengpass, der Deutsche Bauernverband spricht gar von Futtermittelknappheit, wegen der man die armen Schweine totschlagen müsse.
Ein Mittel gegen den Engpass?
Diesem Engpass könnte man entgehen, so die EU-Kommission, wenn ein Futtermittel zugelassen wird, in dem bis zu 0,1 Prozent GVO enthalten sind. Umweltverbände protestieren, eine Futtermittelknappheit sei in der Zukunft nicht zu erwarten. Sie beschuldigen die EU-Kommission, dem Druck der Futtermittellobby und der Vereinigten Staaten nachzugeben, wo weltweit am meisten GVO produziert werden.
DRadio Wissen spricht mit Ricardo Gent, dem Geschäftsführer der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie. Wir fragen ihn, wie hoch der Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen an der Produktion weltweit ist, welche wirtschaftliche Bedeutung die Agro-Gentechnik hat und wie sich der Markt für Gen-Pflanzen entwickeln wird.
Mirijam Stöckel hat sich in der Futtermittelbranche umgesehen und mit Umweltschützern gesprochen. Hören und lesen Sie den gesamten Beitrag "Nulltoleranz-Grenze bei genveränderten Lebensmitteln soll fallen" auf der Seite der DLF-Sendung "Umwelt und Verbraucher".
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