Montag, 27. Mai 2013

Globus /

Alternativer Nobelpreis Sima Samar - Ärztin für Afghanistan  

Sandra Petersmann über die afghanische Menschenrechtlerin

Die Ärztin und Politikerin Sima Samar bei einem Besuch der Provinz Daykundi, Afghanistan, am 27.07.2003.
Die Ärztin, Politikerin und Menschenrechtlerin Sima Samar erhält den Alternativen Nobelpreis 2012. (picture alliance / dpa | Right Livelihood / Shuhada Organ)

Der Alternative Nobelpreis ehrt Menschen, die sich für Frieden, Menschenrechte oder Umweltschutz einsetzen. In diesem Jahr geht eine Auszeichnung an die afghanische Menschenrechtlerin Sima Samar.

Sima Samar setzt sich als Ärztin für die Menschhenrechte ein. Dabei redest sie Klartext, denn Sima Samar war selbst betroffen von Verfolgung und Flucht. Mit 18 Jahren wurde sie verheiratet. Dann studierte sie Medizin an der Universität Kabul. Während der russischen Besatzung wurde ihr Mann verhaftet und gilt seitdem als verschollen. Samar floh nach Pakistan und begann ihre Arbeit für Frauen, Kinder und für Flüchtlinge.

Eine Frau für viele Frauen

Sie gründete ein Hospital für Frauen und Kinder und trat der Organisation Shuhada bei. Während der Herrschaft der Taliban setzte sie sich für die medizinische Versorgung von Frauen und Kindern und für Bildung ein. In der Regierung von Hamid Karsai war sie von 2001 bis 2002 Ministerin für Frauenangelegenheiten. Seit 2002 ist sie Vorsitzende der afghanischen Menschenrechtskommission.



Mehr bei DRadio Wissen:

Afghanistan: Der unberechenbare Charmeur
Kai Küstner über den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai
(Globus vom 14.06.2012)

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