Montag, 20. Mai 2013

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Altertumsforschung Reisen wie die Römer  

Michael Gessat hat das Navigationssystem Orbis für das Römische Reich getestet

Zwei als Gladiatoren verkleidete Männer schauen in die Kamera. Sie haben rote Puschel auf dem Kopf.
Römische Legionen mussten sich schnell fortbewegen können, aber auch für Händler und andere Reisende war die Wahl der idealen Route entscheidend. (Rocco | Flickr | cc-by-2.0)

Mit dem Römer-Navigationssystem Orbis erforschen Wissenschaftler Reisekosten und -wege durch die römischen Provinzen.

Das Imperium Romanum erstreckte sich um 100 nach Christus von Schottland bis Ägypten, von Bulgarien bis Marokko. Ein riesiges Imperium, dass für gut 1500 Jahre die Geschicke der europäischen Welt und ihrer Anrainer dominierte.

Entlang der Straßen Roms

An der Stanford University hat nun der Althistoriker Walter Scheidel mit seinem Team Orbis entwickelt - das erste Navigationssystem für das Römische Reich der Antike. Mit Orbis will er herausfinden, wie sich Reisende im Reich Roms zurechtfinden konnten. Scheidel erklärt, dass es bereits damals Listen von Stationen entlang der römischen Straßen gab: "Offenbar wurden diese Listen dazu verwendet, Routen zu erstellen." Ein antiker Routenplaner.

Die billigste Route mit Maulesel

Das Geodaten-Netzwerk Orbis funktioniert wie jeder beliebige Routenplaner. Es lässt sich allerdings nicht zwischen Auto oder Bahn unterscheiden, sondern die Verkehrsmittel sind der Zeit angepasst: Pferd, Ochsenkarren, Kamelkarawane, Pack-Maulesel oder Schiff. Orbis ermittelt jeweils die kürzeste, die schnellste und die billigste Route zwischen zwei Orten.



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