Amoklauf Die Macht der Waffen-Werber
Bettina Klein über das Standing des US-Lobbyverbandes National Rifle Association
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- Die NRA hat auch Gegner - sie demonstrieren gegen die mächtige Waffen-Lobby. (picture alliance | dpa | Jim Lo Scalzo)
Die NRA, die National Rifle Association, ist in den USA die größte Lobby-Organisation für Schusswaffen. Nach dem Amoklauf hüllten sich ihre Funktionäre in Schweigen.
Zunächst geschah nichts. "Es ist so still, dass einem die Ohren dröhnen", sagte unsere Reporterin Bettina Klein. Denn nach dem Amoklauf im US-amerikanischen Newtown war von der National Rifle Association (NRA) nichts zu hören. Ihr Facebook-Konto hat die Organisation deaktiviert. Ein für die NRA typisches Vorgehen. In den Medien wird derweil heftig und emotional über die Waffenlobby diskutiert.
Nun doch ein Statement
Nun gibt es aber eine - für die NRA recht schnelle - Reaktion. In einer Erklärung heißt es, man sei "von der Nachricht dieses schrecklichen und sinnlosen Mordes geschockt, traurig und untröstlich". Und man wolle helfen.
Vorreiterin der Bürgerrechte
Die NRA, mit über vier Millionen Mitgliedern die größte Lobby-Organisation für Waffen, versteht sich vor allem als Bürgerrechtsorganisation. Vor diesem Hintergrund ist die Organisation gesellschaftlich ziemlich gut akzeptiert. Und dementsprechend mächtig, mit der Politik bestens vernetzt.
Die Macht bröckelt
Die Wiederwahl Barack Obamas und unliebsamer demokratischer Senatoren konnte die NRA trotz Millionenausgaben für Kampagnen gegen die Kandidaten nicht verhindern. Für Bettina Klein ein Indiz dafür, dass die Macht der Organisation schwindet. Eine aktuelle Umfrage belegt, dass eine steigende Zahl von US-Bürgern gegen schärfere Waffengesetze ist – auch das könnte die NRA schwächen.