Antifeminismus Männerrechtler im Netz
Ein Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Hinrich Rosenbrock
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- Männerrechtler tummeln sich gerne in Online-Foren, um zu beleidigen, zu beschimpfen und einzuschüchtern. (Flickr.com | voteprime | CC BY-NC-SA 2.0)
Antifeministische Männerrechtler machen im Internet mobil: Auf eigenen Blogs und in den Foren von Spiegel, FAZ und Co. Sie sind eine Minderheit, doch sie verschaffen sich Gehör.
Als Opfer des Feminismus – so sehen sich manch extreme Männerrechtler. Verstärkt nutzen sie mittlerweile das Internet zur Mobilisierung. In Blogs und Foren greifen sie feministische Plattformen an und attackieren Menschen, die sich mit Geschlechterfragen auseinandersetzen.
Eine sachliche Diskussion findet nicht statt
Die Aktivisten unterscheiden sich zwar in ihrer Sprache und Ideologie, doch anonym im Netz unterwegs gleichen sie sich in ihrer radikalisierten Wortwahl. Manche schrecken selbst vor Morddrohungen nicht zurück. Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichstellung scheint nicht möglich.
Zum antifeministischen harten Kern in den Foren von Spiegel Online zählen etwa zehn Personen. Auf einige hundert Männer und wenige Frauen schätzt der Sozialwissenschaftler Hinrich Rosenbrock von der Ruhr Universität Bochum die Zahl der Antifeministen im Netz.
Die Realität wird verzerrt
Eine Minderheit zwar, die jedoch alles daran setzt, die Debatten zu dominieren. Die Gruppe versucht, ihre Beiträge weit oben in den Kommentarspalten zu platzieren und ihre eigenen Websites und Blogs zu den ersten Suchmaschinen-Treffern zu machen. Die Folge, so Rosenbrock: "Die Realität wird verzerrt."
Rosenbrock hat verschiedene Foren analysiert, in denen Antifeministen unterwegs sind - neben Spiegel Online auch die Internetauftritte von FAZ und Welt. Seine Ergebnisse sind in der Studie "Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung" nachzulesen, die im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung entstanden ist.
Das Gespräch ist eine Wiederholung von 06.02.2012.
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