Apple Betriebssystem mit Grauschleier
Webschau mit Sebastian Sonntag
Mit dem neuen iPhone kommt ein neues Betriebssystem - und stößt auf viel Kritik.
Ab Freitag (21.09.2012) ist das neue iPhone von Apple, das iPhone 5, auch in Deutschland zu kaufen. Mit dem neuen Smartphone gibt es auch ein neues Betriebssystem für Apple-Handys, das iOS 6. Über 200 neue Funktionen soll es mitbringen.
Golem.de hat alle neuen Funktionen ausführlich getestet. Eine Neuerung: Facebook wurde besser in das System integriert. Es lassen sich jetzt zum Beispiel direkt aus der Galerie Fotos oder Videos posten. Im Telefonbuch werden die Kontakte um Daten aus Facebook vervollständigt und erhalten ein Foto. Und der Kalender zeigt jetzt auch Termine aus Facebook an, zum Beispiel Geburtstage oder Veranstaltungen. Diese neue Facebook-Integration stößt allerdings auch auf viel Kritik. Dabei geht es vor allem um die Frage, was Facebook mit den Daten vom Handy macht. Jens Wiese weist auf dem Blog allfacebook.de unter anderem darauf hin, dass der Nutzer bei einer Synchronisation Facebook Kontaktdaten, zum Beispiel Telefonnummer oder E-Mail-Adressen, aus seinem Adressbuch überträgt. Wozu Facebook diese nutzt, sei unklar.
Angst vor Flugzeugabstürzen
Viel Kritik gab es auch an der neuen Karten-App. Ein Vorwurf: Die Kartenapp sei ungenau, unvollständig und enthalte zu viele Fehler. Ganze Regionen seien im Nebel verschwunden. BBC News hat einige der Kritikpunkte auf ihrer Webseite zusammengefasst. Mike Butcher berichtet auf Techcrunch, dass Apple auch Orte unbenannt habe. In Irland wurde offenbar ein Naherholungsgebiet mit dem Namen Airfield Park als Flughafen ausgewiesen. Der irische Justizminister Alan Shatter fürchtet deshalb Flugzeugabstürze, wie iPadNotes.de berichtet. Micha Voxs hat auf dem iPhone und iPad Blog die Satellitenaufnahmen von Google Maps mit dem neuen Apple Maps verglichen.
Unzufrieden mit Apples neuem Betriebssystem ist auch die Schweizer Bahn. Offenbar hat sich Apple bei einer analogen Uhr stark bei den Schweizer Bahnhofsuhren inspirieren lassen – allerdings ohne vorher die Rechte beim eidgenössischen Verkehrsunternehmen einzuholen, wie auf der Webseite des Tagesanzeigers nachzulesen ist.