Apple Jetzt doch öko
Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c't über das geplante Öko-Zertifikat
Apple-Geräte sollen jetzt doch ein Öko-Siegel bekommen. Nach einem Streit zwischen Apple und dem Öko-Siegel Epeat hatte Apple seine Geräte beim Öko-Programm abgemeldet. Jetzt hat Epeat seine Kriterien offenbar aufgeweicht, so dass die Apple-Notebooks doch wieder in das Programm hineinpassen.
Eigentlich hatte Apple zum Ärger vieler seine Produkte aus dem US-Umweltsiegelprogramm Electronic Product Environmental Assessment Tool - kurz Epeat - abgemeldet, um sie später dann doch wieder einzutragen. Bislang gab es nämlich Streit über die Vereinbarkeit des Öko-Labels mit dem flachen Notebook von Apple, dem Ultrabook. Offenbar hat Epeat jetzt aber seine Kriterien so aufgeweicht, dass das aktuelle Ultrabook sie erfüllt.
Kriterien an Apple angepasst
Zu den Kriterien zählt etwa, dass das Notebook "aufrüstbar" sein soll. Die Anforderung werde erfüllt, sagt Epeat, weil das Notebook ja einen USB-Anschluss habe, mit dem man die "Kapazität" erweitern könne. Ein weiteres Kriterium verlangt, dass Gehäuse und Akku entfernt werden können, und zwar "leicht" und "mit üblichen Werkzeugen". Auch das sei kein Problem: Tester hätten die Geräte in maximal 20 Minuten zerlegt, die Entnahme des Akkus habe maximal zwei Minuten gedauert.
Greenpeace kritisiert Epeat
Kritiker bemängeln, dass es zumindest in Deutschland derzeit wirtschaftlich nicht machbar sei, ein Gehäuse jedes Mal umständlich aufzuschrauben und bei der Entsorgung vom Akku zu trennen. Greenpeace beschuldigt Epeat, gegenüber dem Hersteller klein beigegeben zu haben. Wenn sie den Ultrabooks grünes Licht für ihr Öko-Label geben, führe das zu "weniger Recycling und mehr Elektroschrott".