Apple vs. Samsung Die Macht der Geschworenen
Jürgen Kuri über den Patentstreit zwischen Samsung und Apple
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- Samsung gegen Apple (Matt Gibson | Flickr| cc-by-nc-2.0)
Apple wirft Samsung vor, vom Apple-Design geklaut zu haben. Samsung hält dagegen, Apple versuche unternehmerischen Wettbewerb vor Gericht auszutragen. Nun soll eine Jury entscheiden.
Apple wirft seinem Konkurrenten Samsung vor, in wenigen Monaten kopiert zu haben, woran iPhone-Entwickler mehrere Jahre lang gearbeitet hatten. Das belege eine interne Samsung-Analyse, in der von einer "Design-Krise" gesprochen werde. Apple wiederum versuche, den Wettbewerb zwischen Unternehmen vor Gericht auszutragen, argumentierte Samsung-Anwalt Charles Verhoeven.
Die Geschworenen müssen entscheiden
Viele Patente, so die Samsung-Argumentation, die Apple vorweisen könne, hätten gar nicht genehmigt werden dürfen - zum Beispiel der Touchscreen. Neun Geschworene müssen entscheiden, welcher Konzern Recht hat. Es geht um viel Geld. Apple verlangt von Samsung Schadenersatz in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Samsung fordert 400 Millionen Euro, weil Apple gegen UMTS-Patente verstoßen habe.
Viel Arbeit für die Jury
Allein der Katalog mit den Anweisungen für die Geschworenen ist 100 Seiten lang. Sie bearbeiten 36 Fragen, von denen sich einige auf mehr als 20 Produkte und bis zu drei Samsung-Firmen beziehen. Viele der Geschworenen haben nur wenig mit der Technologiebranche zu tun. Dabei sind auch ein Sozialarbeiter oder ein Gemeindeangestellter.