Arbeitswelt Apples schlecht bezahlte Verkäufer
Heike Wipperfürth über einen vermeintlichen Traumjob
Wer in den USA bei Apple als Verkäufer arbeitet, verdient schlechter als bei der Konkurrenz. Trotzdem sind die Jobs in den Shops begehrt: Es bewerben sich so viele, dass es mancherorts leichter ist, einen Platz an einer Eliteuni zu bekommen, als im lokalen Apple-Store.
Stephen Hackett hat jahrelang in einem Apple Store gearbeitet: erst als Verkäufer, später als " Lead Genius" - also als Apple-Techniker, der im Laden hinter der Theke steht und bei der Lösung von Computerproblemen hilft. Er hörte geduldig zu, wenn Kunden sich beschwerten oder nicht mehr weiter wussten - und irgendwie machte ihm das viel Spaß, obwohl die Bezahlung nicht üppig war.
Der Konzern macht Gewinne und spart am Lohn
Insgesamt 30.000 der 43.000 Apple-Mitarbeiter arbeiten in amerikanischen Apples Stores. Mit ihrer Hilfe macht der Konzern gigantische Gewinne. Doch seine Verkäufer bezahlt Apple verhältnismäßig schlecht: Selten gibt es mehr als 25.000 Dollar pro Jahr - das ist deutlich weniger als bei Konkurrenten wie Verizon. Auch eine Provision erhalten Apple-Verkäufer nicht.