Montag, 20. Mai 2013

Natur /

Archäoakustik Der Klang des Altertums  

Madeleine Amberger über die Klang-Architekten vergangener Jahrhunderte

Das britische Denkmal Stonehenge vor blauem Himmel.
Haben die Architekten von Stonehenge oder anderen Bauten des Altertums akustische Effekte eingeplant? (Etrusia UK|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)

Die Archäoakustik erforscht: Wurden Bauwerke des Altertums nach akustischen Merkmalen errichtet?

Wie es in der Vergangenheit aussah, davon zeugen Bauwerke wie die Pyramiden in Ägypten und Mittelamerika. Wie sich diese Zeit anhörte, und ob Bauwerke auch nach akustischen Gesichtspunkten errichtet wurden, ist schwierig zu rekonstruieren. Forscher versuchen es trotzdem. Archäoakustik heißt das noch junge Forschungsfeld.

Höhlenmalerei mit Schalleffekt

Haben die Architekten von Stonehenge oder anderen Bauten des Altertums akustische Effekte eingeplant? Höhlenmalereien befinden sich oft an Wänden, die den Schall besonders gut reflektieren. Oftmals reiche ein Klatschen, um einen donnerartigen Hall zu erzeugen. Auch einer Maya-Pyramide auf der mexikanischen Halbinsel werden besondere akustische Eigenschaften zugeschrieben. Ein Händeklatschen am Fuße der Treppe erzeuge ein Echo, das dem Ruf eines, von den Maya verehrten Vogels verblüffend ähnlich klingt.

Sound-Architektur mit Methode

Ist für diese Phänomene der Zufall verantwortlich oder wurden sie methodisch entwickelt? Bekannt ist, dass beim Bau frühchristlicher Kirchen akustische Prinzipien mitberücksichtigt wurden. Dass das auch auf prähistorische Architektur zutreffen könnte, wird von Archäologen erst allmählich akzeptiert.

 

Pyramid of Kukulcan - Clapping Echo (Dave Hornsey | Youtube)



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