Sonntag, 26. Mai 2013

Kultur /

Archäologie Das Tier neben mir  

Der Journalist Lars Westermann erklärt die Bedeutung von Tieren als Grabbeigabe

Das Skelett eines Hundes in einem Grab
In Wessex fand man in einem Grab aus der Eisenzeit einen Hund. (Wessex Archaeology | flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Während man heute Blumen auf einen Sarg legt, war es in früheren Kulturen üblich, dem Verstorbenen ein Tier mit in seine letzte Ruhestätte zu geben. Dahinter steckten je nach Epoche und Region religiöse Gründe - oder aber auch der Wunsch den sozialen Status des Toten zu betonen.

Haustiere gibt es in Europa seit ungefähr 8000 Jahren: Dabei handelte es sich häufig um Hunde, Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine. Doch die Vierbeiner hatten nicht nur im menschlichen Alltagsleben eine große Bedeutung: Immer wieder stoßen Archäologen auch auf Tiere als Grabbeigaben in antiken Gräbern. Durch den Fund eines Tierskeletts in einem Grab können Forscher Rückschlüsse darauf ziehen, in welcher Zeit der Verstorbene beerdigt wurde.

Vom Tier zur Kulturgeschichte

Die Rituale der tierischen Grabnachbarn unterlagen schon immer gewissen Trends: Bereits bei den Neandertalern wurden Hunde oder andere Tiere oder Tierknochen an der Seite des Menschen bestattet. In der Jungsteinzeit folgten Rinder, Schafe und Schweine. Wissenschaftsjournalist Lars Westermann gibt einen Einblick in die Kulturgeschichte tierischer Grabbeigaben.



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