Samstag, 25. Mai 2013

Kultur /

Archäologie Ewiger Mythos Stonehenge  

Der Journalist Jürgen Krönig erklärt, warum die Spekulationen um Stonehenge nie abbrechen.

Das britische Denkmal Stonehenge vor blauem Himmel.
Steindenkmal, Friedhof, Touristenfalle: Stonhenge. (Etrusia UK|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)

Astronomischer Kalender, das Bauwerk von Riesen, eine Krönungsstätte dänischer Könige oder das Monument des Zauberers Merlin? Um die Bedeutung und Entstehung Stonehenges ranken sich seit vielen Jahrhunderten Mythen und Theorien, die regelmäßig verworfen oder durch neue ersetzt werden.

Stonehenge ist ein in der Jungsteinzeit begründetes Bauwerk, das in mehreren Abschnitten über einen Zeitraum von etwa 2000 Jahren geschaffen wurde. Theoretisch gibt es auf der ganzen Welt ähnliche, in der Form konzentrischer Kreise errichtete Strukturen. Bei der Wahl des Baumaterials tun sich allerdings die ersten Fragen auf: Die meisten dieser Konstruktionen sind aus Holz gebaut, während die Stonehenge-Anlage aus solidem Stein errichtet wurde.

Immer neue Spekulationen

Die Bedeutung dieser Materialwahl ist umstritten - und sie ist nur eine von vielen Spekulationen rund um Stonehenge. Mike Parker Pearson, der Direktor des Stonehenge Riverside Projects glaubt, dass das Monument von Menschen aus dem Osten und Westen Englands als ein Zeichen des Friedens nach einer Periode kriegerischer Auseinandersetzungen errichtet wurde.

Für den Journalisten Jürgen Krönig ist Pearsons These die "sehr schöne, aber sehr unwahrscheinliche" Projektion heutiger Vorstellungen in die Vergangenheit. Krönig erklärt im Interview mit DRadio Wissen, dass Stonehenge unter anderem eine Art "Steinzeitcomputer zur Bestimmung astronomischer Phänomene" sei.



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