Sonntag, 19. Mai 2013

Globus /

Argentinien Barra Brava immer extremer  

Julio Segador über Gewaltexzesse im argentinischen Fußball

Bei einem Spiel zwischen Boca Juniors und River Plate werden gelbe und blaue Bengalos gezündet, ,Fans klettern auf die Absperrung des Fanblocks
Argentiniens Fußball hat ein Problem mit extrem gewaltbereiten Fans. (alvez | flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Hooligans bedrohen Profis und Funktionäre argentinischer Fußballclubs.

"Barra Brava" - die "Wilde Horde" - so werden in Argentinien Fußballfanclubs genannt, die sich der Ultra-Szene zuordnen, nicht selten aber auch nah zur Hooliganbewegung stehen. Die Gefahr durch einige der Fans wächst. Profis und Funktionäre argentinischer Clubs werden bedroht.

Gewalt gegen Spieler

Der kolumbianische Profispieler Giovanni Moreno vom argentinischen Erstligisten Racing Club Buenos Aires wird diesen Tag so schnell nicht vergessen: Als er nach dem Training nach Hause fährt, stoppen Mitglieder der Barra Brava seinen Wagen. Einer der Hooligans hält Moreno einen Revolver ans Knie. Er werde ihm das Knie zerschießen und seine Karriere beenden, wenn er nicht endlich besser spiele, drohte der Hooligan. Diese Episode ist nur der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Serie an Gewaltexzessen im argentinischen Fußball, die Profis, Funktionäre und Fans in Atem hält.



Mehr zum Thema bei DRadio Wissen:

Gewalt im Fußball - Fanatische Fans
Die Gewaltbereitschaft unter den extremen Fans in Deutschland nimmt zu.
(Agenda vom 16.03.2012)

Fußball - Jenseits der Fankurve
Wie im Netz über das Phänomen Ultras diskutiert wird.
(Webschau mit Sebastian Sonntag)

Gewalt im Stadion
(Redaktionskonferenz mit Gunter A. Pilz vom 4.11.2011)

 

Weitere Informationen:

Unter Schutzschilden zum Eckball
(Süddeutsche.de vom 24.03.2011)

The barra bravas: the violent Argentinian gangs controlling football
(The Guardian vom 21.08.2011, englisch)

"Los hooligans más peligrosos del mundo están en Argentina"
(Deutsche Welle vom 10.10.2007, spanisch)

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