Montag, 20. Mai 2013

Globus /

Argentinien Gestohlene Kinder  

Gespräch mit der Lateinamerikaexpertin Gaby Weber

Frauen in Argentinien tragen ein Transparent  mit der Aufschrift "Madres de Plaza de Mayo"
Demonstration der Madres de Plaza de Mayo (Mic to Mic/flickr.com/cc/by-nc)

Während der Militärdiktatur wurden Frauen in geheimen Folterlagern ihre Babys weggenommen. Wie gehen sie 30 Jahre später damit um?

Sie sind jetzt um die 30 Jahre alt. Die meisten wissen nichts über ihre wahre Herkunft. Schätzungsweise 500 geraubte Kinder leben in Argentinien.

Ihre Mütter waren meistens linke Regimegegnerinnen, eingesperrt und gequält in den geheimen Folterlagern des argentinischen Militärs. Nach der Geburt ihrer Babys wurden sie ermordet, die Kinder dann an regimetreue Familien abgegeben.

Auch deutsche Unternehmen involviert?

Deutsche Unternehmen sollen in diese Verbrechen verwickelt sein - so soll der Autobauer Daimler-Benz damals Brutkästen gespendet haben, ein Bayer-Manager soll sich eines der geraubten Kinder angeeignet haben.

Gaby Weber hat für DRadio Wissen recherchiert und erzählt uns die Geschichte der gestohlenen Babys.

Mehr bei DRadio Wissen:

Späte Gerechtigkeit für 30.000 Opfer - Agenda (09.07.2020)

Mehr zum Thema:

Fernsehbeitrag der Sendung aspekte (ZDF) über die geraubten Kinder von Argentinien

Die geraubten Kinder von La Cacha - Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1998

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