Argentinien Tatbestand: Femizid
Julio Segador über eine neue Initiative
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- "Ich will keine Komplimente, ich will Respekt." Eine Eine junge Frau demonstriert in Buenos Aires gegen geschlechtsspezifische Gewalt. (picture alliance / dpa)
Männliche Gewalt gegen Frauen ist in Argentinien Teil des Alltags. Ein neues Gesetz soll das Bewusstsein dafür schärfen - und härtere Strafen einführen.
Laut Statistik wurde in Argentinien im Jahr 2011 alle 31 Stunden eine Frau ermordet. Sechs von zehn getöteten Frauen sind dabei von Männern aus ihrem engsten Umfeld umgebracht worden. Was das Thema betrifft, fehlt es im Land an öffentlichem Bewusstsein. Eine wirksame Verfolgung der Taten durch die Justiz bleibt oft aus.
Kongress verhandelt über Gesetzesänderung
Dem argentinischen Kongress liegt jetzt eine Gesetzesänderung zur Abstimmung vor, die den Tatbestand des Femizid in das Strafgesetzbuch aufnimmt. Danach sollen Täter, die Frauen aus „geschlechtsspezifischem Hass“ ermorden, mit lebenslanger Haft bestraft werden.