Mittwoch, 22. Mai 2013

Globus /

Argentinien Tatbestand: Femizid  

Julio Segador über eine neue Initiative

"Ich will keine Komplimente, ich will Respekt", steht auf dem Schild einer jungen Demonstrantin.
"Ich will keine Komplimente, ich will Respekt." Eine Eine junge Frau demonstriert in Buenos Aires gegen geschlechtsspezifische Gewalt. (picture alliance / dpa)

Männliche Gewalt gegen Frauen ist in Argentinien Teil des Alltags. Ein neues Gesetz soll das Bewusstsein dafür schärfen - und härtere Strafen einführen.

Laut Statistik wurde in Argentinien im Jahr 2011 alle 31 Stunden eine Frau ermordet. Sechs von zehn getöteten Frauen sind dabei von Männern aus ihrem engsten Umfeld umgebracht worden. Was das Thema betrifft, fehlt es im Land an öffentlichem Bewusstsein. Eine wirksame Verfolgung der Taten durch die Justiz bleibt oft aus.

Kongress verhandelt über Gesetzesänderung

Dem argentinischen Kongress liegt jetzt eine Gesetzesänderung zur Abstimmung vor, die den Tatbestand des Femizid in das Strafgesetzbuch aufnimmt. Danach sollen Täter, die Frauen aus „geschlechtsspezifischem Hass“ ermorden, mit lebenslanger Haft bestraft werden.



Mehr bei DRadio Wissen:

Barra Brava immer extremer
Hooligans bedrohen Profis und Funktionäre argentinischer Fußballclubs.
(Globus vom 29.05.2012)

Polizeiwillkür in Argentinien
Über Gewalt gegen Jugendliche in argentinischen Slums
(Globus vom 17.11.2012)

 

Mehr zum Thema:

Frauen in Argentinien: Alarmknopf gegen Männergewalt
(taz.de, 08.05.2012)

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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Ja,ja

    Man ist es inzwischen ja wirklich leid, immer wieder darauf hinzuweisen, dass geschlechtsspezifische Gewalt im gleichen Maße von Frauen wie von Männern ausgeht. Dazu gibt es unzählige Studien die dies dokumentieren. Die Art, wie hiermit umgegangen wird, ist allerdings sehr unterschiedlich - ich kann mich nicht erinnern, dass DRadio-Wissen jemals über Gewalt von Frauen gegenüber Männern berichtet hat, obwohl diese in vielen Ländern leider an der Tagesordnung ist. So bleibt letztlich nichts weiter, als darauf hinzuweisen, dass 82% aller Mordopfer weltweit Männer sind (www.unodc.org/documents/data-and-analysis/statistics/Homicide/Globa_study_on_homicide_2011_web.pdf).

    ChrisZ 27.08.2012 21:15 Uhr

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