Aufgestanden I don't like Mondays
Endlich eine neue Woche, in der alles besser werden kann. Oder doch nur wieder der Tag, an dem das Wochenende vorbei ist?
-
- Blauer Montag! Auch wenn der Tag in diesem Kalender gelb markiert ist. (Marcel504 | flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Für die einen ist es der Tag des Aufbruchs, für die anderen der schlimmste Tag der Woche: Montag. Montage stehen zwischen der Erinnerung an die freie Zeit und dem disziplinierten Abarbeiten alter und neuer Aufgaben. Die meisten Menschen haben allerdings dasselbe Gefühl, wenn nach einem Wochenende der Wecker klingelt: I don't like Mondays.
Es ist der denkbar beste Start in eine neue Woche. Auf dem Weg zur Uni oder zum Job so richtig schön im Stau stehen. Nichts geht mehr, Stoßstange an Stoßstange. Und bevor man auch nur eine kleine Aufgabe der langen To-do-Liste erledigt hat, ist man schon frustriert. Willkommen am Montagmorgen!
DRadio Wissen greift dieses Gefühl im Tagesthema auf und zeigt, warum dieser Tag zu Recht einen so schlechten Ruf hat.
Aller Anfang ist Montag
Helene Pawlitzki über den Tag des Aufbruchs
Schwarzer Montag am 19.10.1987: Broker in Panik. (dpa | picture alliance)
Aller Anfang ist schwer - deswegen ist der Montag auch nicht allzu beliebt. Der Montag kann aber auch der erste Tag vom Rest des Lebens sein - der richtige Zeitpunkt für den Neuanfang. Frei nach dem Motto: "Ab nächster Woche ändere ich mein Leben!" Mitunter verändert auch der Montag selbst das Leben - zum Beispiel als am Schwarzen Montag 1987 in New York die Börse zusammenbrach. Und an welchem Wochentag begannen die Demonstrationen in der DDR, die zum Zusammenbruch des SED-Regimes führten? Genau! Man sollte den Montag also nicht unterschätzen.
Von Anfang an kaputt: Das Montagsauto
Ein Gespräch mit dem Rechtsanwalt Sebastian Frings-Neß über das Recht auf ein neues Auto
Das Montagsauto - der Schrecken aller Autofahrer. (Dhammika Heenpella | flickr | CC BY-NC 2.0)
"Ein Auto, das von Anfang an relativ viele Mängel aufweist", so definiert der Duden das Montagsauto. Angeblich wurde so ein Wagen an einem Montag zusammengebaut. An einem Tag also, an dem die Arbeiter weniger konzentriert und daher fehlerhaft gearbeitet haben. Die ständigen Reparaturen sind nervenaufreibend. Die Folge: rechtliche Streitereien mit Werkstatt und Händler. Dabei ist es nicht unerheblich, den Wagen in den Status eines Montagsautos zu heben. Denn der Begriff "Montagsauto" ist auch ein rechtlich bindender Begriff. Und wenn es richtig gut läuft, bekommt man ein neues Auto!
I don't like Mondays
Frank Kühn erzählt die Geschichte eines Hits
Jahresurlaub am Montag - Cover zum Song der Boomtown Rats von 1979. (Affendaddy | flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Montagmorgens spielen Radiosender mit Vorliebe einen besonderen Song: "I don't like Mondays" von Bob Geldofs Band "The Boomtown Rats". Der Titel klingt nach grauem Büroalltag und nach müdem Wochenstart - zumindest so lange man nicht weiter auf den Text hört. Denn Geldof erzählt in seinem Lied die wahre Geschichte der 16-jährigen Brenda Spencer aus dem amerikanischen San Diego. Das Mädchen hatte am 29. Januar 1979, einem Montag, auf ihre Schule geschossen. Zwei Menschen starben, neun wurden verletzt. Brenda Spencer erklärte ihre Bluttat so: "Ich mag keine Montage."