Samstag, 18. Mai 2013

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Auktionen Unterm Hammer  

Was in Deutschland Tag für Tag versteigert wird

Das Selbstporträt von Andy Warhol aus dem Jahr 1986 wurde 2010 bei Sotheby's in New York für 32,6 Millionen US-Dollar verkauft.
Für 32,6 Millionen US-Dollar versteigerte Sotheby's in New York 2010 das Selbstporträt von Andy Warhol. Am 12. November 2012 kommen bei Christie's in New York weitere Werke unter den Hammer. (picture alliance / dpa | Sotheby's / Ho)

Mehr als 350 Werke lässt die Andy Warhol Stiftung bei Christie's in New York versteigern: Fotos, Malerei, Drucke. Anlass für DRadio Wissen nachzusehen, was hierzulande wie unter den Hammer kommt. Von Ramsch bis große Kunst, vom Winterreifen bis zur Dienstleistung ist alles dabei. Auktionen sind ein ehrlicher Markt: Wer am meisten bietet, bekommt den Zuschlag.

 

Das Kribbeln im Auktionssaal 
Philipp Herzog von Württemberg über den Ablauf einer Versteigerung

Zwei Mitarbeiter eines Auktionshauses hängen das Bild "Der schrei" von Munch an die Wand.Es könnte als teuerstes Bild aller Zeiten unter den Hammer kommen: Der Schrei (picture alliance / dpa)Was passiert eigentlich genau in einem Auktionssaal? Welche Stimmung herrscht dort? Wie läuft der Bieterwettstreit ab? Damit kennt sich Philipp Herzog von Württemberg aus, denn er ist Deutschland- und Europa-Chef des britischen Auktionshauses Sotheby's.

Das Gespräch ist eine Wiederholung vom 02.05.2012.

 

 

Richtig bieten, richtig anbieten 
Wirtschaftsprofessor Klaus Schmidt über die Spieltheorie von Auktionen

Das Bild zeigt eine handsignierte Gitarre von Johnny Cash.Der Traum der Fans: Eine handsignierte Gitarre von Johnny Cash. Leider schon verkauft. (dpa | picture alliance | Shaan Kokin/Julien's Auctions)Auktionen sind besonders effizient. Den Zuschlag erhält der, der am meisten zahlen will. Nicht immer ist es so einfach wie im Auktionshaus. Bei manchen Auktionen zahlt man als Käufer drauf, wenn man ein zu hohes Angebot abgibt. Bei anderen bekommt der Anbieter nicht unbedingt das Beste fürs Geld. Zum Beispiel wenn die Umzugsfirma, die in der Auktion am billigsten war, hinterher die Möbel ramponiert.



Lieber sofort kaufen 
c't-Redakteur Axel Kossel erklärt, warum Online-Auktionen out sind.

Das Bild zeigt zwei Figuren mit Einkaufswagen, die an einem Ebay-Schriftzug vorbeischieben.Die Boom-Zeiten für Ebay sind vorbei, Online-Auktionen sind nicht mehr so beliebt. (dpa | picture alliance | Sven Hoppe)Mit Auktionen ist Ebay groß geworden. Heute würde der amerikanische Konzern mit Auktionen kaum mehr etwas verdienen. Die goldenen Zeiten von "3,2,1 - meins" sind vorbei. Ebay macht den Umsatz mit Festpreis-Angeboten und gewerblichen Verkäufern. Genauso wie die anderen erfolgreichen Online-Handelsplattformen.

 

 



Vebeg: Das Auktionshaus der Nation
Johannes Pornschlegel über das Verwertungsunternehmen des Bundes

Das Bild zeigt einen Starfighter im Gegenlicht.Die VEBEG verkauft so gut wie alles, was der Bund aussortiert hat. 2005 auch diesen Starfighter. (dpa | picture alliance | Wulf Pfeiffer)Der gemeine Bundesbürger verkauft Sachen, die er nicht mehr braucht, auf Flohmärkten oder bei Ebay. Auch in deutschen Behörden wird regelmäßig ausgemistet. Den Verkauf der ausgemusterten Gegenstände übernimmt die Vebeg, das Verwertungsunternehmen des Bundes. Hat die Bundeswehr zweieinhalb Tonnen Strümpfe übrig, werden sie als Paket über die Vebeg versteigert - und zwar an den Meistbietenden.



Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten
Auktionator Henrik Hanstein über seine Erfahrungen im Auktionsgeschäft

Bei einer Versteigerung hält eine Frau mit weißen Handschuhen ein golden gerahmtes Foto hoch.Hier wird ein gerahmtes schwarz-weiß Foto versteigert. (image415|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)Der Kunde möchte bei einer Auktion für möglichst wenig Geld den Gegenstand ersteigern, den er gerne haben will. Der Auktionator will zwar den Gegenstand los werden, dafür aber möglichst viel Geld bekommen. Ein Gegensatz, der im Laufe einer Auktion aufgelöst wird. Als Auktionator und Geschäftsführer des Auktionshauses Lempertz kennt Henrik Hanstein diesen vielschichtigen Prozess. 

 

 

Der Überraschungskoffer aus dem Bordbistro
Reporterin Sandra Loi war bei der wöchentlichen Fundsachenversteigerung der Bahn dabei

Berlin 1973: Der Leiter des Fundbüros Reichsbahnhauptsekräter Fritz Alisch präsentiert hier einen der letzten Funde: ein fast neuer Kinderwagen mit Kissen und Decken.Ein Kinderwagen gefällig oder ein Fahrrad? Ein Fundbüro der Reichsbahn in Berlin im Jahr 1973. (Bundesarchiv, Bild 183-M0125-421 / Franke, Klaus / CC-BY-SA)Kaputte Laptops, herrenlose Koffer, Regenschirme - in deutschen Zügen bleiben zahlreiche Gegenstände im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Alle Fundsachen werden in Wuppertal gesammelt und dort wöchentlich versteigert.

Der Bericht ist eine Wiederholung vom 12.12.2011.



Mehr bei DRadio Wissen:

Versteigerung: Hitler zum ersten, Hitler zum zweiten
Ein Auktionshaus aus der Slowakei versteigert online ein angebliches Gemälde von Adolf Hitler.
(Kultur vom 26.01.2012)

Da Vinci vom Dachboden
Die spektakulärsten Entdeckungen der vergangenen Jahre.
(Kultur vom 18.07.2011)

Kunst: Zwischen Kommerz und Wahnsinn
Kunst ist Statussymbol und Geldanlage
(Agenda vom 30.09.2010)

Weitere Informationen:

Andy Warhol at Christie's
(christies.com)

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