Donnerstag, 23. Mai 2013

Kultur /

Autoritäten Gefährliche Kritik am König  

Udo Schmidt über das Gesetz gegen Majestätsbeleidigung in Thailand

Thailändische Regierungsgegner jubeln auf dem Suvarnabhumi- Flughafen in Bangkok
So ist es richtig. Kritik an König Bhumibol Adulyadej hat hingegen Konsequenzen. (AP)

Wegen kleinster vermeintlicher Vergehen verschwinden Menschen für Jahre hinter Gittern. Die Verurteilten wehren sich nur zaghaft.

Wer in Thailand den König verunglimpft, wer das Königshaus kritisiert, der riskiert bis zu 20 Jahre Haft. Dafür sorgt das umstrittene Gesetz gegen Majestätsbeleidigung, das strikter ist als irgendwo sonst auf der Welt. Wegen kleinster vermeintlicher Vergehen verschwinden Menschen für Jahre hinter Gittern. Eine Journalistin wurde etwa wegen Äußerungen bei einer Protest-Kundgebung der "Rothemden" zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Kritik von USA und anderen Staaten

Die Regierungen der USA und anderer Staaten sowie die Vereinten Nationen haben die Urteile wegen Majestätsbeleidigung als Einschränkung der Redefreiheit kritisiert. Nur ganz zaghaft wehren sich die Opfer dieses Gesetzes gegen die rigide Rechtsprechung.



Mehr bei DRadio Wissen:

Von Königinnen und Königen
Eine Monarchin mit langem Atem: Königin Elizabeth II. feiert ihr 60-jähriges Thronjubiläum.
(Tagesthema vom 07.02.2012)

Majestätsbeleidigung vs. Meinungsfreiheit
In Thailand ergehen immer häufiger harsche Urteile wegen Majestätsbeleidigung.
(Kultur vom 03.01.2012)

 

Weitere Informationen:

Thailändischer König begnadigt Amerikaner
Joe Gordon wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er angeblich den thailändischen König Bhumibol Adulyadej beleidigt hatte.
(spiegel.de vom 11.07.2012)

Wegen Majestätsbeleidigung Verurteilter gestorben
Er saß wegen angeblicher Majestätsbeleidigung in Haft: Der Thailänder Ampon Tangnoppakul.
(focus.de vom 08.05.2012)

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