Autoritäten Gefährliche Kritik am König
Udo Schmidt über das Gesetz gegen Majestätsbeleidigung in Thailand
Wegen kleinster vermeintlicher Vergehen verschwinden Menschen für Jahre hinter Gittern. Die Verurteilten wehren sich nur zaghaft.
Wer in Thailand den König verunglimpft, wer das Königshaus kritisiert, der riskiert bis zu 20 Jahre Haft. Dafür sorgt das umstrittene Gesetz gegen Majestätsbeleidigung, das strikter ist als irgendwo sonst auf der Welt. Wegen kleinster vermeintlicher Vergehen verschwinden Menschen für Jahre hinter Gittern. Eine Journalistin wurde etwa wegen Äußerungen bei einer Protest-Kundgebung der "Rothemden" zu 15 Jahren Haft verurteilt.
Kritik von USA und anderen Staaten
Die Regierungen der USA und anderer Staaten sowie die Vereinten Nationen haben die Urteile wegen Majestätsbeleidigung als Einschränkung der Redefreiheit kritisiert. Nur ganz zaghaft wehren sich die Opfer dieses Gesetzes gegen die rigide Rechtsprechung.