Banden Rocker ohne Bikes
Marcus Staiger spricht über den Zulauf von Rockerbanden.
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- Die Internetpräsenz der Rockerbande Black Jackets. (Screenshot Homepage Black Jackets)
Der Journalist Marcus Staiger hat in der Szene recherchiert und stellt fest: Rockerbanden haben Konjunktur.
Es hört sich beinahe niedlich an – eine Rockerbande, deren Mitglieder keine Motorräder haben. Die Black Jackets sind eine Bande, die sich 1985 in Heidenheim an der Brenz gegründet hat - vor idyllischer Fachwerkkulisse als Anti-Nazi-Selbstschutz-Organisation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. So steht es auf ihrer Webseite.
Mittlerweile sind die Black Jackets nicht mehr so harmlos wie der Gründungsmythos klingt. Sie sind ähnlich straff organisiert wie die Hells Angels und die Bandidos. Ihr Motto lautet: "We support no one – but many support us". Drogenhandel, Einbrüche, Schutzgelderpressung, Körperverletzung, versuchter Mord - das sind nur einige der Schlagzeilen, die mit den Black Jackets in Verbindung stehen.
Von der Gesellschaft enttäuscht
Der Journalist Marcus Staiger hat in der Szene recherchiert und stellt fest: Rockerbanden haben Konjunktur. Die Black Jackets haben nach eigenen Angaben weltweit rund 5000 Mitglieder. Und es gibt weitere Banden: In Bremen zum Beispiel gibt es seit 2010 einen deutschen Ableger der Mongols - einer Gang, die 1969 in Kalifornien gegründet wurde. Weitere Gruppen befinden sich im Aufbau. Sie suchen Werte wie Brüderlichkeit, Respekt und Loyalität - Dinge, die sie in der deutschen Gesellschaft vermeintlich nicht finden.