Mittwoch, 19. Juni 2013

Netzreporter /

Bayrische Games Bavaria Blue und der Gipfel der Peinlichkeiten  

In dem Browserspiel rudert die Bavaria mit dem Spieler über einen See.
Aufbruch Bayern: Dafür gab es Hohn und Spott von den Spielern. (Screenshot | Aufbruch Bayern)

von Tobias Lenartz

Die Bayrische Staatskanzlei versucht mit dem Onlinespiel "Aufbruch Bayern" netzaffine Jungwähler abzuholen – und erntet Spott statt Sympathiepunkte.

Es ist immer wieder löblich, wenn sich die Politik auch auf digitale Wege wagt, um mit dem Wahlvolk Kontakt aufzunehmen. Leider erinnert das Ergebnis oft an die Killerspieldebatte mit umgedrehten Vorzeichen: An die Stelle planloserer Generalverurteilung tritt die ahnungslose Umarmung des digitalen Zeitalters, die an Medium wie Zielgruppe ein paar Lichtjahre vorbeisteuert. Eine Erfahrung, die etwa das Europäische Parlament mit ihrem Social-Network für EU-Bürger Citzalia machen musste.

Im Zuge ihrer Initiative "Aufbruch Bayern“ versucht nun auch die Bayrische Staatskanzlei netzaffine Jungwähler Online abzuholen. Das von den Kölner Serious-Games Entwicklern Takomat produzierte Browserspiel erntete statt Sympathiepunkten Hohn und Spott im Netz. Nicht zuletzt dank der enormen Fallhöhe zwischen dem bescheidenen Ergebnis und einem selbstbewusstseinsbesoffenen Promotionvideo.   

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Mehr bei DRadio Wissen:

"Kein plattes Bierdosen-Tetris"
Wir testen das Online-Spiel, mit dem die bayerische Staatsregierung junge Leute für bayerische Werte gewinnen will.
(Medien vom 17.09.2012)

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