Sonntag, 19. Mai 2013

Redaktionskonferenz /

Behinderte So lebt es sich  

Petra Strack - selbst körperbehindert - spricht über den Alltag von Behinderten und wie man diesen erleichtern kann

Der Brite David Weir (Mitte) gewinnt den 800-Meter-Lauf bei den Paralympics in London 2012.
Behinderte Menschen erfahren dank der Paralympics in London große mediale Beachtung. (picture alliance / dpa | Andy Rain)

Täglich sehen wir in den Medien die Leistungen behinderter Sportler und teilen ihre Begeisterung für den Sport. Doch diese Glanzleistungen haben auch Schattenseiten: Hightech-Prothesen können sich meist nur Sportler aus reichen Industrieländern leisten. Ob die Begeisterung für die Paralympics den Alltag behinderter Menschen verändern wird, ist zu bezweifeln.

Mannomann, denken sich Nicht-Behinderte, wenn sie sehen, was Sportler bei den Paralympics leisten. Sie diskutieren über die Hightech-Prothesen mancher Paralympic-Teilnehmer und ob die Laufleistung des Sprinters Oscar Pistorius mit der eines nicht behinderten Sportlers vergleichbar ist. Für Nicht-Behinderte sind die Paralympic-Teilnehmer so etwas wie Superstars unter den Behinderten.

Der Alltag behinderter Menschen

In der Redaktionskonferenz sprechen wir mit Petra Strack darüber, wie behinderte Menschen diese Diskussionen wahrnehmen und wie deren Alltag aussieht. Petra Strack ist Wirtschaftspsychologin und leitet die Personalentwicklung bei Aktion Mensch - mit persönlicher Assistenz: Sie hat eine angeborene Körperbehinderung und sitzt im Rollstuhl. Ein Team von zehn Mitarbeiterinnen unterstützt Petra Strack immer dann, wenn ihre eigene körperliche Kraft nicht reicht.

Gast:
Petra Strack - Wirtschaftspsychologin und Personalentwicklerin bei Aktion Mensch und Barbara Felari

Redaktion:
Marlis Schaum (Moderation), Sophie Stigler (Nachrichten), Kathy Ziegler (Online-Redaktion) und Alex Stojanoff (Technik)

Earobic:
Die Gewinner der Extra-Verlosung in unserer Rätselreihe Hirn will Radio sind: Andreas Richtere, Nikolaus aus Hofstetten, Alex Graef, Horst aus Langenau, Ngoc-An Phan Tran

Playlist:
Tears dry on their own - Amy Winehouse
Feel The Love - Rudimental feat. John Newman
Somebody That I Used to Know - Gotye
Cold Shoulder - Adele
Everything Counts - Depeche Mode
Don't You Want Me Baby - The Human League

Mitmachen:

 



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Weitere Informationen:

Verzeichnis rollstuhlgerechter Orte
(wheelmap.org)

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. aralympics schön und gut

    aber wenn man danebenstellt, wie z.B. Firmen, sich als Arbeitgeber zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung aufstellen, kann man doch wohl nur festhalten :"die sollen lieber draußen bleiben". Von Integrationswillen ist da keine Rede. Im Gegenteil. In unseren Tagen, wo nur noch Tempo zählt..dann noch der Kündigungsschutz? Gott bewahre. Mein Chef brüstet sich, dass er Arbeit an Gemeinnützige Werkstätten gibt. Schöner Nebeneffekt, einer Abgabe für die Unterschreitung der "Behindertenquote" kann er dadurch auch noch aus dem Weg gehen. Für mich heißt dies im Alltag: möglichst separieren, statt sich auch noch mit "denen" (womöglich noch aus nächster Nähe?) auseinanderzusetzen. Dass das kein guter Ansatz sein kann liegt auf der Hand. Trotzdem sind die Medien mit dem Hypen der Behinderten Menschen via Paralympics natürlich tendenziell sehr sehr nützlich, um deren Anliegen/Existenz nach vorne zu tragen

    volkatos 13.09.2012 15:06 Uhr

  • 1. Schwerbehindert

    Als schwerbehindert gilt die Person deren Grad der Behinderung mindestens 50 % beträgt.

    Earl-of-Grey 08.09.2012 01:00 Uhr

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