Behinderung Dunkle Stille
Christoph Sterz hat ein Wohnheim für Taubblinde besucht
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- "Lormen": Taubblinde kommunizieren mit Taubblinden-Assistenten. Beim Lormen werden dem Taubblinden Buchstaben auf die Handfläche "geschrieben". Dabei sind einzelnen Fingern sowie bestimmten Handpartien bestimmte Buchstaben zugeordnet. (dpa | picture alliance | Andreas Gebert)
Sie können weder sehen noch hören oder haben zumindest ein stark eingeschränktes Hör- und Sehvermögen. Im Hannoveraner Bildungszentrum des Taubblindenwerks bekommen sie die nötige Hilfe und Förderung.
Schon ein einfacher Gang zum Briefkasten kann für Hörsehbehinderte zum unüberwindbaren Hindernis werden. DRadio Wissen-Autor Christoph Sterz hat es selbst ausprobiert: Mit verbundenen Augen und Ohren hat er für den Weg von der Redaktion in die Kantine 23 Minuten gebraucht, obwohl "nur" ein paar Treppenstufen dazwischen liegen.
Gezielte Förderung für den Alltag
In der Schule, im Alltag oder im Berufsleben wird häufig nicht genug Rücksicht genommen auf diese schwere Sinnesbehinderung, die ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann: Manche Menschen kommen schon taubblind auf die Welt, andere ertauben, bevor sie erblinden oder andersherum. Entsprechend schwierig ist die Kommunikation - auch untereinander.
Im Bildungszentrum des Taubblindenwerks in Hannover arbeiten Experten für jede Form dieser komplexen Behinderung. Im hauseigenen Internat und den Lehrwerkstätten werden Taubblinde so gezielt gefördert, dass sie ihren Alltag meistern können.