Behinderung Ethisch umstrittene Sexualbegleitung
Eine Reportage von Aurelia Plieschke
-
- Sexualbegleiter helfen Menschen physischen und psychischen Beeinträchtigungen, ihre Sexualität auszuleben. (Kali187 | Flickr | CC BY-NC 2.0)
Menschen mit schweren physischen und psychischen Beeinträchtigungen, Schwerst- und Mehrfachbehinderte, in aller Regel Männer nehmen den Dienst der Sexualbegleiterin in Anspruch.
Catharina Königs "sinnlich-erotisches Angebot" richtet sich an Körperbehinderte, Demenzkranke oder geistig behinderte Menschen. Sie nennt sich Sexualbegleiterin, weil bei der Berufsbezeichnung Prostituierte ein Film im Kopf ablaufe, der nicht ihrer Berufsrealität entspricht. Sie bietet körperliche Nähe, Nacktheit, Massage und sexuelle Befriedigung, aber keinen Geschlechtverkehr. Kurz: Sie erfüllt behinderten Menschen den Wunsch nach Nähe.
Gegner und Fürsprecher der Sexualbegleitung
Ein ethisch schwieriges Thema, iele Einrichtungen verschließen sich gegenüber den Sexualbegleiterinnen. Die Meinungen sind geteilt. Wissenschaftler befürchten, dass Sexualbegleiter die Abhängigkeit ihrer Klienten ausnutzen könnten. Andere Stimmen würden die Leistung sogar gerne vom Sozialamt subventioniert sehen. Aurelia Plieschke hat eine Sexualbegleiterin bei ihrer Arbeit begleitet und berichtet über die Meinungen zu diesem Dienst.
Diskutieren Sie über dieses Thema bei Facebook 