Behinderung Studieren mit Nachteilen
Soziologie-Studentin Katrin E. spricht über ihre Krankheit, die bei ihr mitten im Studium diagnostiziert wurde.
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- Die meisten Studenten mit Behinderung müssen viele Nachteile in Kauf nehmen. (picture alliance / dpa / Matthias Hiekel)
Studenten mit einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit müssen für ihre Rechte kämpfen.
Acht Prozent der Studenten in Deutschland leben mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit. Wie sie das Studium meistern, wollte das Deutsche Studentenwerk wissen. Für eine Erhebung wurden 16.000 Studenten mit Beeinträchtigung befragt.
Hürden und viel Überzeugungsarbeit
Es zeigt sich: Die meisten müssen im Studium viele Nachteile in Kauf nehmen. Sie haben Probleme mit Zeitvorgaben oder mit Prüfungen. Dazu kommt: Den meisten ist ihre Beeinträchtigung gar nicht anzusehen, weil sie unter psychischen Problemen leiden oder unter Krankheiten wie Rheuma oder Störungen wie Legasthenie. An der Universität müssen sie deshalb viel Überzeugungsarbeit leisten und für ihre Rechte kämpfen.
Kurz vor dem Vordiplom: Multiple Sklerose
Wie sich das Studium mit einer chronischen Krankheit gestaltet, darüber sprechen wir mit der Soziologie-Studentin Katrin E. Sie ist 30 Jahre alt und bekam vor fünf Jahren die Diagnose, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt ist. Damals stand sie kurz vor dem Vordiplom und musste den Schock verarbeiten, eine unheilbare Krankheit zu haben. Das wollte sie zuerst nicht akzeptieren.