Montag, 20. Mai 2013

Natur /

Beleuchtung Gehirntaktung durch Licht  

Volkart Wildermuth berichtet über den Einfluss neuer Lichtquellen auf den Biorhythmus des Menschen

Lichter an der Decke strahlen ziemlich grell
Krankenhauslicht hat selten etwas Anheimelndes. Die Berliner Charité möchte jetzt die Lichtverhältnisse verbessern. (Domiriel | Flickr | CC BY-NC 2.0)

Der Körper ist auf einen bestimmten Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt, Neugeborene lernen diesen erst noch. Das Licht spielt dabei eine ausschlaggebende Rolle und somit auch das Auge, das die Lichtintensität misst.

Berliner Klinken schalten das Licht an. Nicht irgendeines, sondern spezielle Lichtquellen, die ihre Lichtfarbe wie die Sonne wechseln können. Die Patienten sollen sich wohlfühlen und auch effektiver genesen.

Lieblingsfarbe Blau 

Studien aus Pflegeheimen und Schulen belegen: Helles, blaues Licht aktiviert Geist und Körper, weil Augen nicht nur sehen, sondern auch Messfühler für den Tagesrhythmus sind. Ein besonderes Sehpigment taktet die innere Uhr und wirkt auch direkt auf das Vorderhirn, dem Sitz höherer Denkprozesse.

Passende Stimulanz 

Dank moderner Leuchten lassen sich diese Effekte auch in Innenräumen nachstellen. Erste Autofirmen haben ihre Werkhallen bereits damit ausgerüstet. In Zukunft könnte es selbstverständlich sein, das Gehirn mit dem passenden Licht auf Trab oder zur Ruhe zu bringen.



Mehr bei DRadio Wissen:

Beleuchtung: Watt ihr Volt
Kunstlicht kann Kranke heilen, Stimmungen manipulieren und sich sogar an seine Umgebung anpassen
(Agenda vom 22.01.2013)

Lichtforschung: Lebenselixier Licht
Wie Lux und Lumen unser Leben bestimmen
(Agenda vom 19.09.2012)

 

 

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