Berlinale Hoffen auf den Durchbruch
Nachwuchs-Regisseur Sebastian Mez über das Filmfestival als Karrierebeschleuniger
Glamour, Glanz und großes Kino - alle schauen auf die Berlinale. Auch deutsche Nachwuchsfilmer haben dort die Gelegenheit, ihre Filme zu präsentieren. So wie Sebastian Mez.
„Metamorphosen“ heißt der Film, den Sebastian Mez auf der Berlinale 2013 gezeigt hat - nicht im Wettbewerb um den Goldenen Bären, sondern in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino". Der Film dokumentiert die Folgen zahlreicher atomarer Katastrophen rund um die kerntechnische Anlage Majak in Russland. Mehr als 1000 Zuschauer haben "Metamorphosen" bei den Vorführungen in Berlin gesehen.
Finanziert ohne besondere Förderung
Die Dokumentation ist der
Regisseur Sebastian Mez: "Metamorphosen" lief in der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" auf der Berlinale. (Sebastian Mez)Abschlussfilm von Sebastian Mez. Im April vergangenen Jahres beendete er damit seine Ausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg. "Eine besondere Förderung, zum Beispiel durch eine Stiftung oder einen Fernsehsender, gab es nicht," erzählt der Regisseur. "Ich konnte den Film nur machen, weil ich natürlich als Student nicht daran verdienen musste."
Die Berlinale - der Durchbruch?
Im Moment sei es eher schwierig, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sagt Sebastian Mez offen. "Ich habe nicht den klassischen Beruf gewählt, bei dem man immer weiß, wie es weitergeht." Die Vorführung auf der Berlinale sei natürlich ein besonderer Moment für ihn gewesen. Eine Anfrage von Kinoverleihen gab es aber bisher trotzdem nicht.