Donnerstag, 23. Mai 2013

Meine Zukunft /

Bildung Arbeiterkinder an die Universitäten  

Christin Gerber spricht über ihre Erfahrungen als Mentorin bei arbeiterkind.de

Studenten der Hochschule Leipzig sitzen in einem Seminar.
Als erstes Familienmitglied an die Universität - arbeiterkind.de will dabei unterstützen. (picture-alliance | ZB | Jan Woitas)

Die Initiative arbeiterkind.de will Kinder auf den Weg zur akademischen Ausbildung bringen. So soll der Kreislauf des "Bildungserbes" durchbrochen werden.

Die Zahlen sind zumindest bildungspolitisch beunruhigend: Von 100 Kindern, die aus einem Akademikerhaushalt stammen, gehen 83 auch selbst an eine Hochschule und studieren. Bei 100 Kindern, deren Eltern nicht studiert haben, sind es dagegen nur 23, die ein Studium aufnehmen.

Kinder folgen ihren Eltern auf dem Bildungsweg

Dieses Missverhältnis wird sich auch bei den aktuell laufenden Bewerbungen für Studienplätze im kommenden Wintersemester nicht groß ändern wird. "Bildungserbe" nennen Experten diesen Effekt: Kinder tendieren bei ihren Qualifikationswegen dazu, die Muster ihrer Eltern zu übernehmen - ein fataler Kreislauf.

arbeiterkind.de will Kreislauf durchbrechen

Wie aber lässt sich diese Hürde überwinden? Wie kann man Kinder, die als erste in ihrer Familie über eine akademische Ausbildung nachdenken, unterstützen und sie bei ihrem Weg an die Universität oder Fachhochschule begleiten?

Die Initiative arbeiterkind.de hat sich genau das zum Ziel gesetzt. Bundesweit mehrere hundert Mentoren helfen Kindern, Jugendlichen und Studenten aus bildungsfernen Familien, in die verwirrende Welt der Hochschulen hineinzufinden.



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