Bildung Monokultur statt Exzellenz
Hochschulforscherin Dagmar Simon zu der wissenschaftlichen Monokultur.
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- Nicht allen Studierenden gefällt es, an einer Elite-Universität zu studieren. (picture alliance / dpa - Fabian Stratenschulte)
Der Exzellenzwettberb führt nicht zu blühenden Forschungslandschaften, sondern zu wissenschaftlicher Monokultur
2,4 Milliarden Euro. So viel Geld wurde in Bonn an die deutschen Universitäten verteilt. Die Exzellenz-Initiative ist ein Förderprogramm von Bund und Ländern, mit dem deutsche Spitzenforschung auf Welt-Niveau gebracht werden soll. Verteilt wird das Geld auf bundesweit mehr als 80 kleinere Projekte und an 11 Universitäten. Die können sich in den nächsten fünf Jahren Elite-Unis nennen.
Unzufriedene Studierende
Doch nicht alle Studenten finden es gut, an einer Elite-Universität zu studieren. Auch eine aktuelle Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung in Hannover hat ergeben: An einer Hochschule, die als exzellent gilt und die sich Elite-Uni nennt, sind die Studierenden nicht zwangsläufig zufriedener mit den Studienbedingungen.
Verlust der Vielfalt
Auch von anderer Seite gab es in den vergangenen Tagen kritische Anmerkungen zur Exzellenz-Initiative. Forscher am Wissenschaftszentrum Berlin sind der Frage nachgegangen, ob die massive finanzielle Förderung einzelner Universitäten wirklich zu deren Profilbildung beiträgt. Das Ergebnis: Der Wettbewerb um die Gelder der Exzellenz-Initiative hat nicht zu mehr Vielfalt geführt, sondern dazu, dass die Universitäten sich angleichen.