Blattreich: die Baumreihe Die Esche (5/10)
Von Annegret Faber
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- Die Esche gilt Förstern als "Brotbaum". (Sten Porse | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0)
Aus der Esche wurde der erste Mann geformt, heißt es in der Mythologie der nordischen Völker.
Daran kann jeder eine Esche erkennen:
Sie wird bis zu 40 Meter hoch und zählt zu den größten Bäumen Europas. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, neun bis 15 Blätter an einem Stil. In Herbst und Winter fallen die schwarzen Knospen auf, die erst im Frühling aufbrechen. In Deutschland wird die Esche nicht in die Nähe der Häuser gepflanzt, weil das Wurzelwerk des Baumes so tief und breit ist wie die Krone und dadurch Häuser schädigen könnte.
Die Samen der Esche. (Annegret Faber)
Zarte Knospen. (Annegret Faber)
Der Botaniker Karl Heyde entdeckt den Riesenporling an der Esche. (Annegret Faber)Dafür ist sie berühmt:
Die Wikinger haben die Welt mit einer riesigen Esche verglichen - der Weltenesche "Yggdrasil“. Laut germanischer Mythologie wurde aus "Ask“ , der Esche, der erste Mann geformt. Ein Aufguss geraspelter Eschenholzspäne soll gegen die "Französische Krankheit“ Syphilis und Malaria wirken.
Darum mag der Förster die Esche:
Sie wächst gerade, schlank und schnell in den Himmel und bringt einen hohen Holzertrag. Die Esche zählt zu den "Brotbäumen“ des Försters: Der Baum wächst schnell, muss nicht gepflegt werden und produziert gutes Holz.
Das macht der Tischler mit dem Holz:
Diese Esche hat einen Blitz-Einschlag überstanden. (Annegret Faber)Seit der Antike werden aus Eschenholz Pfeil und Bogen geschnitzt, denn das Holz ist biegsam, zäh und splittert nicht. Heute werden vor allem Möbel, Werkzeugstile und Sportgeräte aus Eschenholz gefertigt.
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