Mittwoch, 19. Juni 2013

Globus /

Brasilien Künstlicher Stausee statt Biotop  

Anna Küch über den Bau des Riesenstaudamms Belo Monte

Ureinwohner mit buntem Haarschmuck halten eine Schild, auf dem steht "Belo Monte"
Ureinwohner protestieren gegen das Staudammprojekt in Belo Monte. (picture-alliance | dpa | Fernando Bizerra Jr)

Ureinwohner im Amazonas-Regenwald haben mit Erfolg gegen eines der größten Staudammprojekte der Welt demonstriert.

Ein Richter hat dem Einspruch der Ureinwohner stattgegeben: Sie wurden vor Baubeginn nicht gehört, das soll nun nachgeholt werden. Erst danach wird entschieden, wie es mit dem Staudammprojekt weitergehen wird.

Drittgrößtes Staudammprojekt der Welt

Mit einer Kapazität von mehr als 11.000 Megawatt wäre Belo Monte das drittgrößte Staudammprojekt der Welt. 500 Quadratkilometer sollen geflutet werden. Dafür müssten 30.000 bis 40.000 Menschen umgesiedelt werden. Umweltschützer fürchten um bedrohte Fischarten und das Ökosystem. Die Ureinwohner haben Angst um ihren Lebensraum. Doch das Baukonsortium Norte Energia wird von der brasilianischen Regierung gestützt. Noch ist unklar, wie die Auseinandersetzung ausgehen wird




Mehr bei DRadio Wissen:

Brasilien - Aufstand im Regenwald
Im brasilianischen Bundesstaat Pará beginnt eine Anhörung von indigenen Gemeinschaften, die den Bau des geplanten Wasserkraftwerkes Belo Monte ablehnen.
(Globus vom 09.11.2011)

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