Brasilien Sauber Urlaub machen
Peer Vorderwülbecke über das Ökotourismus-Vorbild Bonito
Die 17.000 Einwohner-Stadt Bonito in der südwestlichen Sumpfregion Pantanal hat seit 2001 zehnmal den Preis für das beste Öko-Urlaubsziel in Brasilien erhalten.
Bei den letzten Präsidentschaftswahlen in Brasilien hat die Grünen-Kandidatin Marina Silva 20 Prozent der Stimmen bekommen. Natur bewahren und nicht zerstören, das hört man immer häufiger in Brasilien. Entsprechend stark hat sich der Öko-Tourismus entwickelt. Ganz vorne dabei ist die Region Pantanal. Das größte Sumpfgebiet der Erde ist ein Paradies für Öko-Touristen - wegen der besonderen Tiere und der vielen Naturschönheiten.
Geld verdienen mit gutem Gewissen
Der Vorzeigeort in der Region heißt Bonito (übersetzt: "schön"). Dort hat man begriffen, dass die Naturschönheiten bares Geld wert sind - und deshalb besonders geschützt werden müssen. Die Teilnehmerzahlen für Wanderungen, Höhlenerforschungen, Tauchausflüge oder Flussfahrten sind streng begrenzt und Teilnahmen unterliegen bestimmten Auflagen. Farmen werden zu Öko-Refugien umgebaut, die Besitzer wandeln ihren Grundbesitz in Natur-Schutzgebiete um und erhalten dafür langfristige Zertifikate. Alles, um Flora und Fauna zu schützen. Und um Geld zu verdienen - mit gutem Gewissen.