Mittwoch, 19. Juni 2013

Medien /

Brigitte Rückkehr der Profimodels  

Die Psychologin Ines Imdahl über Frauen, die sich von Models verunsichern lassen

Brigitte-Zeitschriftten.
Die Brigitte ohne Models ist bald Vergangenheit. (picture-alliance | dpa | Andreas Gebert)

Die Zeitschrift "Brigitte" verabschiedet sich von Amateuren als Fotomodels. Gut so, sagt die Psychologin Ines Imdahl, denn die perfekten Laien verunsichern Frauen.

Zwei Jahre hat das Experiment der Brigitte gedauert: Die Frauenzeitschrift hat ihre Modestrecken ohne Profimodels sondern nur mit Laien produziert. Die neue Chefredaktion hat dem ein Ende gesetzt. Eine gute Idee, sagt die Psychologin Ines Imdahl. Denn die perfekt aussehenden Laienmodels würden Frauen mehr verunsichern als Profis. Frauen fiele es leichter, sich von den Profis zu distanzieren als von den Laien.

PR in eigener Sache

Die PR-wirksame Aktion der Brigitte sei eigentlich eine Täuschung gewesen. Anstatt unperfekte Fleischereifachverkäuferinnen zu fotografieren, hat sich die Redaktion auf Frauen aus Berufen festgelegt, die Models sehr nahe stehen: Schauspielerinnen, Modebloggerinnen, Tänzerinnen. Somit haben die Amateure häufig wie Profimodels ausgesehen. Für viele Leserinnen waren sie ein einziger Vorwurf: Warum sehe ich nicht auch so aus?



Mehr bei DRadio Wissen:

Brigitte - Zurück zu den Models
Es sollte eine kleine Revolution sein: 2010 kündigte die Frauenzeitschrift Brigitte an, künftig nur noch mit Amateurmodels zu arbeiten. Die Zeiten sind jetzt vorbei.
(Redaktionskonferenz vom 06.09.2012)

Ästhetik - Wider das Schönheitsdiktat
Perfekte Körper gibt es nur in der Werbung. Die Schwedin Marta Oldenburg setzt mit ihrer Modelagentur "Fading Beauties" nicht auf die Verpackung, sondern auf den Inhalt
(Spielraum vom 19.01.2012)

 

Mehr zum Thema:

Brigitte begründet Rückkehr der Profimodels
(Zeit Online vom 06.09.2012)

Die Brigitte-Initiative "Ohne Models"

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