Brigitte Rückkehr der Profimodels
Die Psychologin Ines Imdahl über Frauen, die sich von Models verunsichern lassen
Die Zeitschrift "Brigitte" verabschiedet sich von Amateuren als Fotomodels. Gut so, sagt die Psychologin Ines Imdahl, denn die perfekten Laien verunsichern Frauen.
Zwei Jahre hat das Experiment der Brigitte gedauert: Die Frauenzeitschrift hat ihre Modestrecken ohne Profimodels sondern nur mit Laien produziert. Die neue Chefredaktion hat dem ein Ende gesetzt. Eine gute Idee, sagt die Psychologin Ines Imdahl. Denn die perfekt aussehenden Laienmodels würden Frauen mehr verunsichern als Profis. Frauen fiele es leichter, sich von den Profis zu distanzieren als von den Laien.
PR in eigener Sache
Die PR-wirksame Aktion der Brigitte sei eigentlich eine Täuschung gewesen. Anstatt unperfekte Fleischereifachverkäuferinnen zu fotografieren, hat sich die Redaktion auf Frauen aus Berufen festgelegt, die Models sehr nahe stehen: Schauspielerinnen, Modebloggerinnen, Tänzerinnen. Somit haben die Amateure häufig wie Profimodels ausgesehen. Für viele Leserinnen waren sie ein einziger Vorwurf: Warum sehe ich nicht auch so aus?