Buenos Aires Graffiti erlaubt
Anne Herrberg über eine deutsche Künstlerin, die zur Sprayer-Szene in Buenos Aires gehört
Häuserwände als Kommunikationsfläche – nirgendwo sonst gibt es so viele Wandmalereien wie in der argentinischen Stadt.
In Deutschland werden Graffiti oft als Schmierereien abgetan und mitunter strafrechtlich verfolgt. Anders in Argentinien: Dort werden die Künstler geradezu gebeten, die Wände zu verschönern. In den vergangenen Jahren hat sich die argentinische Metropole auf diese Weise zum Mekka für Wandmaler entwickelt, die aus vielen Ländern nach Buenos Aires kommen.
Kommunikation für alle
Eine von ihnen ist Kat. Die Berlinerin lebt seit sieben Jahren in Argentinien. Sie hat sich als DJane einen Namen gemacht und mittlerweile der Kunstszene in Buenos Aires angeschlossen. Ihre Bilder stehen in einer Tradition, die in Argentinien schon sehr alt ist: Wandmalerei gilt als öffentliche Kommunikation an Hauswänden - ursprünglich gedacht als Möglichkeit, Analphabeten zu informieren, hat sich daraus eine eigene Kunstform- und -szene entwickelt.