Bundesfreiwilligendienst Vom Freiwilligen zum Mitarbeiter
Brigitte Lehnhoff hat einen älteren Arbeitslosen im Bundesfreiwilligendienst begleitet
Der Bundesfreiwilligendienst ist nicht nur etwas für junge Menschen: Mit 44 Jahren macht Carsten Bodenstein noch einmal eine Ausbildung, an die er über den Dienst gekommen ist.
Die Beharrlichkeit von Carsten Bodenstein wurde belohnt: Er wollte unbedingt als Freiwilliger im Pflegeheim arbeiten. Nach seinem Einsatz im Magdalenenhof in Hildesheim hat man ihm dort nun eine Ausbildung zum Altenpfleger angeboten. "Das wurde mir nicht einfach gemacht, weil erst hieß es vom Jobcenter, ich bin zu alt", sagt Bodenstein. Aber: "Ich bin hartnäckig geblieben und dann hat es geklappt."
Der Einsatz ist freiwillig und offen für alle
Jens Kreuter, Bundesbeauftragter für den Bundesfreiwilligendienst, ist es wichtig, dass der Bundesfreiwilligendienst allen offen steht: "Deutschen, Ausländern, Jungen, Alten, Kranken, Menschen mit Behinderung, selbstverständlich auch Menschen, die gerade in einem Hartz-IV-Bezug sind, die arbeitslos sind." Der Fall von Carsten Bodenstein beweist, dass er eine reelle Chance auf eine neue berufliche Perspektive sein kann.
Kreuter: Kein Druck von Arbeitsagenturen
Den Verdacht, dass die Arbeitsagenturen Druck ausüben würden auf Empfänger von Arbeitslosengeld II, einen Freiwilligendienst zu machen, damit deren Statistik besser aussehe, könne Jens Kreuter nicht bestätigen. Er wünsche sich stattdessen mehr Informationen darüber, dass auch ältere Menschen als Freiwillige arbeiten können.