Bundeswehr Einmal Kampfflieger sein
Anja Kempe rückt die Vorstellung vieler Bundeswehrbewerber ins rechte Licht.
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- Davon träumen viele Bundeswehrbewerber: Einmal Kampfpilot sein. (picture-alliance/ dpa | Roland Weihrauch)
Die Bundeswehr verzweifelt an den hochtrabenden Träumen ihrer Bewerber. Denn viele Bewerber werden von der reißerischen und emotionalen Werbung angelockt. Doch zwischen den Traumjobs Kampfpilot, Scharfschütze oder Hundeführerin und den Fähigkeiten der Bewerber liegen oft Welten.
Etwa 40.000 Bewerber im Jahr werden im Karriere-Center der Bundeswehr auf Eignung geprüft, überwiegend sind es junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren. Viele Jugendliche interessieren sich für den Arbeitgeber Bundeswehr, aber ob sie wirklich für den Job als Soldat geeignet sind, muss erst geprüft werden.
Werbung lockt die Falschen
Ein Offizier erklärt, dass viele Bewerber durch die oft emotionale oder reißerische Werbung falsche Vorstellungen von der Arbeit bei der Bundeswehr haben. Viele männliche Bewerber wollen Kampfflieger oder Scharfschütze werden, weibliche Bewerber möchten sich gern zur Hundeführerin oder Tierpflegerin ausbilden lassen.
Wunschträume kollidieren mit der Eignung
Doch solche Vorstellungen kollidieren mit der soldatischen Eignung, die nach der großen Reform mehr denn je im Vordergrund steht - eine kleinere Truppe, aber leistungsfähigeres Personal für die Einsätze der Zukunft. Bis zu 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende und 170.000 Zeit- und Berufssoldaten soll die neue Bundeswehr künftig haben.
Nachwuchs für Mannschaftsdienst
Aktuell sucht die Bundeswehr überwiegend Nachwuchs für den Mannschaftsdienst. Dort kommen vor allem die Wehrdienstleistenden unter. "Das hat mit dem erhöhten Personalbedarf für die Auslandseinsätze zu tun", erläutert der zuständige Leiter des Prüfamts, "denn das ist ja hier kein Wunschkonzert."