Burnout Der Kampf gegen die Flammen
Waldbrände sind weltweit eine Gefahr, innovative Löschmethoden sollen sie in den Griff bekommen.
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- Feuerwehrleute im Einsatz. (Henning Welslau/ Flickr/ CC BY-NC 2.0)
In wenigen Minuten breitet sich ein Feuer aus. Große Waldflächen brennen derzeit in Spanien und in den USA. Menschen sind bedroht und werden evakuiert. Die Feuerwehr versucht, die Brände einzudämmen. Bisher ohne großen Erfolg. Um ein Feuer zu löschen, muss man ihm entweder die Wärme, den Brennstoff oder den Sauerstoff entziehen.
Was einfach klingt, ist hochkomplex. Die jeweilige Löschmethode ist von den brennenden Materialien abhängig. Brennt ein Tanklager oder ein Flugzeug? Welche Szenarien können eintreten? DRadio Wissen widmet sich der Wissenschaft der Brandbekämpfung.
Der Feuersalamander aus Texas
Anne Preger über den Firefighter Paul Neal "Red" Adair
Paul Neal Adair, genannt Red Adair, macht sich als Bekämpfer von Großbränden einen Namen. (picture alliance | dpa | AFP)Sein Wissen über die Bekämpfung von Großfeuern hat Paul Neal auf texanischen Ölfeldern erworben, wo er seit seinem 23. Lebensjahr gearbeitet hat. Sein legendärer Ruf stammt aus dem Jahr 1962, als Red Adair sechs Monate lang gegen eine 200 Meter hohe Gasflamme in der algerischen Wüste ankämpfte. Anne Preger porträtiert den Mann, der das "Feuerzeug des Teufels" mit fünf Zentnern Dynamit unter Kontrolle brachte.
Der maßgeschneiderte Brand
Marc van Hoof über die Arbeit auf dem größten Feuerwehrübungsplatz Europas
Brände werden simuliert, um die Löschung zu üben. (picture alliance | dpa | Kai Forsterling)Explosion einer Raffinerie, Flugzeugabsturz, Feuersbrunst auf der Ölplattform – nirgendwo lassen sich Katastrophen so wirklichkeitsnah simulieren wie im Risc, dem Rotterdam International Safety Center. Jedes Jahr trainieren 25.000 Feuerwehrleute, um mit jedem Flammeninferno umgehen zu können. Die Kulisse gleicht einem Katastrophenfilm. In Deutschland ist solch ein Gelände wegen der strengen Umweltauflagen verboten.
Flammen fressen Dollars auf
Katharina Schüller über die volkswirtschaftlichen Kosten von Bränden
Waldbrände verursachen immense wirtschaftliche Schäden. (picture alliance | dpa | Marius Becker)Der Waldbrand in Indonesien im September 1997 verursachte einen wirtschaftlichen Schaden von acht Milliarden US-Dollar. Als in den USA im Oktober 2003 und 2007 Wälder brannten, kostete dies etwa sechs Milliarden US-Dollar. Wie viel Geld die aktuellen Brände im Westen der USA und in Spanien kosten werden, ist noch offen. Klar ist: Jedes Jahr entstehen der weltweiten Volkswirtschaft immense Kosten durch Waldbrände.
Regeln gegen das Feuer
Feuerexperte Johann Goldammer gibt Tipps zur Verhütung von Bränden.
Bei großflächigen Waldbränden wird die Feuerbekämpfung am Boden durch Löschflugzeuge unterstützt. (Israel Defense Forces | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)Waldbrände zu verhindern, ist die Hauptaufgabe von Johann Goldammer, Leiter des Zentrums für globale Feuerüberwachung in Freiburg. Er reist in die Waldbrandgebiete der Erde, um dort zum Beispiel Bauern das richtige Abbrennen ihrer Felder beizubringen. Und sogenannte Brandschutzstreifen entlang von Bahntrassen oder Autobahnen sollen verhindern, dass aus einer weggeworfenen Zigarette ein Flammeninferno wird.
Colorado brennt
USA-Korrespondent Marcus Pindur über die Lage in Colorado
Heldenhafter Einsatz: US-amerikanische Feuerwehrleute nach großflächigen Waldbränden in Colorado. (AN HONORABLE GERMAN | flickr | CC BY-SA 2.0)Sommerhitze, Blitzeinschläge und menschliche Unachtsamkeit haben schlimme Konsequenzen in Colorado: 350 Häuser sind zerstört, zeitweilig mussten 30.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Das Feuer in Colorado ist nur eines von vielen. Unser USA-Korrespondent Marcus Pindur berichtet über Brände in Utah, Montana, Wyoming und Idaho und geht dabei der Frage nach, warum die "Firefighter" in den USA einen wahren Heldenstatus haben.