Sonntag, 19. Mai 2013

Redaktionskonferenz /

Burschenschaften Männer unter sich  

Die Chargierten der Deutschen Burschenschaft in ihren Festuniformen stehen am 22.05.2002 vor dem Eingang des Burschenschaftsdenkmals in Eisenach.
Ordnung und Diszipling gehören bei vielen Burschenschaften dazu. (picture-alliance | Martin Schutt)

Trinkfest und Treu zum Traumjob als eine Essenz von Burschenschaften. Was steckt hinter den Männerbünden? Darüber sprechen wir in der Redaktionskonferenz.

In einer Burschenschaft knüpft das Mitglied jede Menge Kontakte, lernt die "Alten Herren" kennen und findet so leicht einen Posten in Politik oder Wirtschaft. Ein Karrieremotor vor allem für Männer - auch wenn es einige Frauen in dachverbandsfreien Burschenschaften gibt. So war das zumindest früher. Heute scheint es eher von Nachteil, Mitglied in einer Burschenschaft zu sein.

Wie sind die Burschenschaften entstanden? Sind sie wirklich alle rechts außen? Wer tritt im Jahr 2012 noch einer Burschenschaft bei und können sie wirklich bei der beruflichen Karriere helfen? Diese Fragen versuchen wir heute in der Redaktionskonferenz zu klären.

 

Gast:

Alexandra Kurth, Konservatismus-Forscherin an der Universität Gießen


Redaktion:

Till Opitz (Moderation), Thomas Ruscher (Online), Jana Sinram (Nachrichten), Lars Westermann (Redaktion)

 
Rätsel:

Das Earobics Rätsel lautet: Sex Pistols - God Save The Queen und The Clash - London Calling


Musik:

Röyksopp - Eple
Ben Howard - The Wolves
Noel Gallagher's High Fly - If I Had A Gun 
Jürgen Paape - So Weit Wie Noch Nie
Kings Of Convenience - I'd Rathe Dance With You
Radiohead - Karma Police
Sigur Ros - Hoppipolla

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Mehr bei DRadio Wissen:

Trinkfest und treu zum Traumjob
Günstige Studentenbuden in schicken Altbauten, zahlreiche Praktikumsangebote und Kontakte zu den alten und renommierten Herren der Branche - für manchen sind das Gründe, einer Burschenschaft beizutreten.
(Tagesthema vom 31.05.2012)

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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Klischees besser vermeiden

    Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen von Studentenverbindungen samt ihrer weltanschaulichen Ausrichtungen werden leider immer wieder verwässert, bis das Gespräch am Ende in einer netten Plauderei über Erfahrungen endet, die einer mal auf einem beeindruckenden Haus mit eigentlich ganz netten Typen gemacht hat. Selbstverständlich sind auch Verbindungsstudenten freundlich, warum sollten sie das nicht sein? Natürlich sind so ein Haus und Traditionen beeindruckend! Ich finde es schade, dass die schwierige Ausdifferenzierung, die Alexandra Knuth souverän gelungen ist, am Ende in Vergessenheit gerät, weil erstmal dargelegt werden muss, wie normal und unspektakulär diese eine Party oder dieser andere korporierte Kommilitone gewesen ist. Dieses Hin- und Herschwanken zwischen, „die sind ja so rechts“ und „ach eigentlich sind die ganz normal und nett“ verallgemeinert in beide Richtungen und trägt nicht zur Klärung bei. Da wundern Kommentare, wie: „Ihr zeigt nur die Außenansicht“ gar nicht. Interessant wäre es gewesen, wenn ihr einen „bewusst unpolitischen“ Corps-Studenten, einen Alten Herren der DB oder Burschenschaftlichen Gemeinschaft und vielleicht auch eine Dame aus einer Frauenverbindung mit in die Runde geholt hättet. Da hätten viele Äußerungen für sich selbst gesprochen. Aber klar – die Damen und Herren beschweren sich nur all zu gerne über „ahnungslose Journalisten, die einseitig berichten“, entziehen sich aber viel zu häufig öffentlichen Stellungnahmen.

    Jenny 08.06.2012 21:03 Uhr

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