Campus Party Spanische Träume in Berlin
Ein Rundgang mit Moritz Metz und Christian Grasse über die Campus Party Europe
Bei "Campus Party" denkt man eher an eine studentische Fete. Weit gefehlt: Es handelt sich dabei um den größten Elektronik-Unterhaltungs-Event der Welt, der derzeit in Berlin stattfindet.
Angeblich 10.000 junge Leute machen gerade "Campus Party" in den riesigen Hangars des ehemaligen Berliner Innenstadtflughafens Tempelhof. "Campus Party", der Name ist allerdings irreführend für das Technologiefestival, das sich seit 1997 vorwiegend im spanischsprachigen Raum einen Namen machte und dieses Jahr erstmals mit Unterstützung der Europäischen Union in Berlin stattfindet. Das Ziel? "Den europäischen Quellcode neu programmieren."
Technologie-Camp
Rund 600 Veranstaltungen in fünf Tagen, prominente Redner zu Technik, Design, freier Software und Games, das wird den jungen Festivalbesuchern geboten. Viele haben die Tickets per SMS gewonnen und wurden vom Hauptsponsor mit Bussen aus ganz Europa nach Berlin gekarrt. Übernachtet wird in blau gefärbten Zeltstädten - nicht auf dem Flugfeld - sondern in unwettersicheren Flugzeughangars.
Kommerzielle Antithese zum Hacker-Camp
Moritz Metz und Christian Grasse waren für DRadio Wissen vor Ort und befanden: Tolle Kulisse, internationales Publikum, teilweise relevante Themen - aber mit einem etwas ambivalenten Beigeschmack. Wo ein Chaos Communication Camp von den Nerds selbst demokratisch organisiert wurde und auch den Partyaspekt mit bedachte, wirkt die Campus-Party trotz hehrer Ziele wie eine kommerzielle Antithese zu echten Hacker-Camps.