Chili Feueralarm im Rachen
Ramon Zarges zeigt, was eine Chilischote im Körper auslöst.
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- Manche mögen's scharf. (Steve Snodgrass/ Flickr/ cc licenses/ by/2.0/ deed.de)
Wer eine Chilischote isst, der spürt das nicht nur auf der Zunge, sondern früher oder später auch im Magen. Scharfes Essen löst in unserem Körper an vielen Stellen Reaktionen aus. Das kann angenehm sein oder im Extremfall lebensgefährlich.
Szene beim Inder: Ein Paar bestellt, er will sie beeindrucken und antwortet auf die freundliche Nachfrage des Personals - europäisch oder indisch scharf - klar, indisch! Eine halbe Stunde später sieht man den armen Kerl hochrot, schwitzend über seinem Curry sitzen. Und auch das Wasser, welches er literweise in sich hinein schüttet, verbessert seine Situation nicht merklich. Klarer Fall von zu viel Scoville.
100 Jahre Scoville-Skala
Die Schärfe eines Lebensmittels lässt sich messen. 1912 führte der amerikanische Pharmakologe Wilbur Scoville eine Skala ein, mit der man den Schärfe-Gehalt von Chili- beziehungsweise Paprikaschoten messen kann. Heute kursieren Chili-Extrakte mit Werten von 5.000.000 Scoville – eine Messerspitze reicht aus, um einen Eimer Ketchup ordentlich zu schärfen.
Aber was passiert im menschlichen Körper, wenn man ihm Schärfe zuführt? Ramon Zarges ist der Frage nachgegangen. Seine Suche führt ihn mitten in die Szene der Chili-Heads, die den Scharfmacher Capsaicin lieben.