Chilly Gonzales - Teil 2 Zwischen Kunst und Entertainment
Zu Besuch: Chilly Gonzales spielte für Vera Pache und Nilofar Elhami Klavier
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- Chilly Gonzales im Funkhaus (Norman Wollmacher)
Er heißt eigentlich Jason Beck, ist aber als "Chilly Gonzales – the musical genious" bekannt – ein Name, der ihm von einem betrunkenen Poeten in einer Berliner Bar verpasst wurde.
"Das war so dumm, dass ich zuerst nicht weiter drüber nachgedacht habe. Aber zwei Wochen später dachte ich: Vielleicht steckt da etwas sehr Direktes, sehr Wahres drin", sagt Chilly Gonzales im Interview bei DRadio Wissen. An dem besagten Abend trug er lange Koteletten und ein Hemd mit freiem Blick auf sein Brusthaar - ein "bedrohliches Aussehen", sagt Chilly Gonzales.
Mexikanischer Fußballspieler
Für Chilly Gonzales selbst klingt sein Künstlername nach einem mexikanischen Fußballspieler. Das sei sehr weit entfernt, von dem was er eigentlich ist - nämlich der Sohn ungarischer Eltern, aufgewachsen in Kanada, der in seiner Kindheit, wegen seiner großen Nase Gonzo genannt wurde.
Kunst und Entertainment
Sein Instrument, das Klavier, ist für den Musiker wie ein Spielzeug, während seiner Konzerte, steht er darauf oder er schlägt das Piano. Seine Kunst beschreibt er als Mischung aus europäischer und amerikanischer Kultur. "Meine Musik ist eine Konfrontation zwischen Kunst und Entertainment. Kunst war eine europäische Erfindung und Entertainment eine amerikanische." Sein Großvater brachte im das Klavierspielen auf sehr europäische Weise bei, darauf habe er dann auf die kapitalistische Idee des Entertainments angewandt. "Ich versuche ein Popmusiker am Klavier zu sein."
"Pantoffelheld und Musikgenie" - Teil 1 des Interviews mit Chilly Gonzalez