Montag, 20. Mai 2013

Medien /

China Bo Xilai und die Blogs  

Zwischen Informationen und Propaganda

Ein schwarz-rotes Graffiti des chinesischen Politikers Bo Xilai an einer Hauswand.
Chinesische Blogs heizen wilde Spekulationen um den Sturz des Spitzenpolitikes Bo Xilai an. (Abode of Chaos | Flickr | CC BY 2.0)

Seit dem Sturz des Spitzenpolitikers Bo Xilai brodelt die Gerüchteküche. Die Presse schweigt. Im Internet ist das anders: Hier überschlagen sich die Spekulationen.

Es hat etwas von einem Polit-Thriller: Ein aufstrebender Politiker legt sich mit dem Partei-Establishment an, sein langjähriger Weggefährte flüchtet mit vermeintlichem Geheimunterlagen ins amerikanische Konsulat. Der Politiker wird daraufhin gestürzt und verliert all seine Ämter. Doch was sich wie ein Krimi liest, ist der tiefe Fall des Bo Xilai, bis vor kurzem noch Hoffnungsträger von Chinas "Neuen Linken". Die feierten ihn als einen, der wieder auf die guten alten Mao-Werte setzt.

Web-Kommentare im Auftrag der Regierung?

Die Presse schweigt über den Sturz von Bo Xilai. Anders ist das im Internet: Hier überschlagen sich die Spekulationen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Mikroblogs, genannt Weibo. Auch in diesem Fall kursiert der Verdacht, dass die Regierung gezielt ihre Infos in die Blogs streut.



Mehr bei DRadio Wissen:

Ai Weiwei – ein Jahr danach
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(Agenda vom 03.04.2012)

Nur noch Klarnamen in Mikroblogs
Schluss mit Fantasienamen, das fordert die chinesische Regierung. Nutzer des Kurznachrichtendienstes Weibo müssen sich deshalb seit Ende letzter Woche mit ihren bürgerlichen Namen anmelden.
(Agenda vom 20.03.2012)

Mehr zum Thema:

Westen ermittelt in Chinas Politkrimi
(Artikel auf ftd.de, 19.04.12)

Polit-Thriller, garniert mit Mord
(Artikel auf faz.net, 18.04.12)

Machtkampf per Mikroblog
(Artikel auf m.ftd.de, 12.04.12)

Chinas unruhige Machtwechsel
(Artikel auf zeit.de, 12.04.12)

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