China Ein chinesisches Leben und das Klavier
Silke Ballweg spaziert mit der 83jährigen Musikerin Zhou Guangren durch ihre Geschichte - und durch die ihres Volkes
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- Das Klavier von Zhou Gangren wurde zum Zeitzeugen der Geschichte Chinas. (Sir_Leif | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0 )
Zhou Guangren ist nicht nur eine herausragende Pianistin, sondern auch eine Frau, die die Höhen und Tiefen der chinesischen Geschichte hautnah miterlebt hat.
Als Kind chinesischer Eltern in Hannover geboren, blickt Zhou Guangren auf 83 Jahre Leben zurück - und auf eine Pianistinnenkarriere mit Höhen und Tiefen: Ihre Kunst war nach der Kulturrevolution als "bürgerlich" gebrandmarkt. "Die Lehrer wurden kritisiert, unser eigenes, chinesisches Erbe wurde kritisiert", erinnert sie sich. "Alle Kultur musste revolutionär sein."
Zurück aus dem Provinz-Exil
Sie selbst wurde wie viele andere aufs Land verbannt. Doch ausgerechnet Mao Tse Tungs Frau rettete sie aus der Provinz und holte sie nach Peking, um dort Arbeiterkinder zu unterrichten. Seit 1983 tat sie das schließlich in einer privaten Musikschule. Heute zählen viele ihrer damaligen Schüler zu den bekanntesten Pianisten Chinas.