Samstag, 25. Mai 2013

Natur /

China Grüne Gentechnik mit Breitenwirkung  

Lucian Haas über moderne Methoden im Landbau

Baumwolle im Fruchstand einer Baumwollpflanze in Dalyan in der Türkei.
95 Prozent der chinesischen Baumwolle ist genetisch verändert. (dpa | Jens Kalaene)

In China wird heute auf rund 2,5 Millionen Hektar Baumwolle angebaut. Auf über 95 Prozent der Felder wachsen gentechnisch veränderte Sorten, die gegen den Baumwollkapselwurm resistent sind.

Seit 15 Jahren wird im Nordosten Chinas gentechnisch veränderte Baumwolle angebaut. Die Pflanzen enthalten ein Gen aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis, kurz Bt. Damit bilden sie einen Giftstoff in ihren Blättern, der den Baumwollkapselwurm tötet, einen gefährlichen Schädling. Weil sich die Pflanzen der sogenannten Bt-Baumwolle somit auf natürliche Weise selbst schützen, müssen die Bauern weniger Pestizide anwenden.

Die Forscher beobachteten über zehn Jahre hinweg, wie sich die Populationen von Blattläusen auf den Feldern entwickelten. Normalerweise töten die üblichen Pestizide gegen den Baumwollkapselwurm auch die Blattläuse. Durch den reduzierten Pestizideinsatz auf den Feldern mit Bt-Baumwolle wäre deshalb ein deutlicher Anstieg des Blattlausbefalls zu erwarten gewesen. Doch dazu kam es nicht. Denn ohne die Giftdusche gab es in allen Jahren auch mehr Jagdinsekten, die viele Blattläuse fraßen.

 

Das vollständige Manuskript zu diesem Bericht finden Sie auf den Seiten der Sendung Forschung Aktuell im Deutschlandfunk.



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