China Kampagne gegen Einwanderer
Ruth Kirchner berichtet über die Kampagne gegen Visa-Sünder in Peking
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- Vorgeblich will die Regierung gegen illegale Einwanderer und Menschen ohne Arbeitserlaubnis vorgehen. (AP)
Die Pekinger Polizei nimmt Ausländer ins Visier. Mit strengen Kontrollen wollen die Sicherheitsorgane illegalen Aufenthalt und illegale Beschäftigung bekämpfen.
In Peking läuft zurzeit eine 100-Tage-Kampagne gegen Visa-Sünder. Die Kampagne richtet sich gegen alle, die sich illegal in dem Land aufhalten oder ohne Arbeitserlaubnis arbeiten. Die Polizei soll in den bei Ausländern beliebten Stadtvierteln von Wohnung zu Wohnung gehen, um die illegalen Einwanderer aufzuspüren. Sie ruft die Bürger auf, verdächtige Ausländer zu melden. Auch sollen die Ausländer häufiger auf der Straße kontrolliert werden. Zudem sind die Behörden bei der Visavergabe strenger geworden.
Alles für den Parteitag
Hinter der 100-Tage-Kampagne steckt eine Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen vor dem großen Parteitag, der im kommenden Herbst stattfindet. Vor den Olympischen Spielen 2008 haben die Sicherheitsorgane auch die Ausländer ins Visier genommen. Die Polizei kam bei den Ausländern, auch bei unserer Korrespondentin Ruth Kirchner, zu Hause vorbei, um ihre Papiere zu kontrollieren.
Wenige Ausländer in China
Dabei gibt es in China vergleichbar wenige Ausländer - gerade einmal 600.000 in einem Land mit 1,3 Milliarden Menschen. In Peking leben zurzeit rund 120.000 Ausländer, dazu kommen Tausende von Touristen mit einem Kurzzeitvisum.