Mittwoch, 22. Mai 2013

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China Nur noch Klarnamen in Mikroblogs  

Von Silke Ballweg

Das Logo des chinesischen Kurznachrichtendienstes weibo.com.
Das Logo des chinesischen Kurznachrichtendienstes weibo.com. (flickr.com | bfishadow CC BY 2.0)

Schluss mit Fantasienamen, das fordert die chinesische Regierung. Nutzer des Kurznachrichtendienstes Weibo müssen sich deshalb seit Ende letzter Woche mit ihren bürgerlichen Namen anmelden.

Weibo ist ein chinesischer Kurznachrichtendienst - so ähnlich wie Twitter. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied: In 140 chinesischen Schriftzeichen lässt sich viel mehr Inhalt ausdrücken als in 140 lateinischen Schriftzeichen. Auch Regimekritiker schreiben bei Weibo, die sind den chinesischen Behörden ein Dorn im Auge.

Klarnamenzwang für neue Nutzer

Neue Nutzer dürfen seit dem 16. März einen Weibo-Account nur noch mit ihren bürgerlichen Namen eröffnen. Kontrolliert wird das Ganze über die Angabe der Ausweisnummer. Doch was ist mit den bereits bestehenden 250 Millionen Nutzern? Experten bezweifeln, dass sich die Klarnamenregelung für die bestehenden Nutzer jetzt noch durchsetzen lässt. Und selbst berühmte Regimekritiker wie Ai Weiwei werden sich von der neuen Regelung wohl kaum beeindrucken lassen.

Zwar sind Twitter und Facebook in China gesperrt - über Spezialsoftware finden sich aber Mittel und Wege, das Verbot zu umgehen.



Mehr bei DRadio Wissen:

China: Twittern auf Chinesisch
Twitter scheitert in China an der Zensur, der Kurznachrichtendienst Weibo aber hat eine enorme wirtschaftliche Relevanz erreicht. Eine Reportage von Frank Hollmann
(Globus vom 28.07.2011)

 

Weitere Informationen:

Weibo: Chinesen dürfen nur noch unter Klarnamen twittern
(golem.de, 16.03.2012)

Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt: Chinas Mikroblogger
(dradio.de, 06.01.2012)

Regierung droht mit Eingriffen: Chinas Blogger fürchten neue Zensurwelle
(sueddeutsche.de, 27.10.2011)

 

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