China Shangri La: Geschäft mit dem Mythos
Silke Ballweg war im Tourismusparadies unterwegs
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- Dem Himmel so nah: ein buddhistisches Kloster ((salian)/flickr cc-by-nc-sa)
Zhongdian alias Shangri-La: Eine chinesische Stadt lockt Touristen mit dem Mythos der Glückseligkeit. Doch die Wirklichkeit ist anders.
Shangri-La ist ein sagenumwobener fiktiver Ort irgendwo in Asien, ein mysteriöses buddhistisches Kloster, in dem die Menschen vollendete Ruhe und innere Freiheit gefunden haben. Sie altern kaum und führen ein glückliches Leben. Geprägt wurde diese Vorstellung durch den Roman "Der verlorene Horizont" von James Hilton aus den 1930er Jahren. Jahrzehntelang hat der Begriff Vorstellungen vom glücklichen Leben geprägt.
Vorbei mit der Ruhe
Seit 2001 existiert nun ein "wirkliches" Shangri-La: Um den Tourismus anzukurbeln, hat sich die chinesische Stadt Zhongdian 2001 in Shangri-La umbenannt und wird nun ganz offiziell so bezeichnet. Shangri-La - oder Zhongdian - liegt auf 3500 Meter Höhe unweit der tibetischen Grenze. Die 130.000 Einwohner zählende Stadt hat einiges mit dem Ort aus dem Buch gemein - unter anderem ein großes buddhistisches Kloster. Andererseits kommen immer mehr Touristen und damit schwindet auch die Ruhe.
Sogar einen eigenen Flughafen bekam Shangri La. (dpa/picture alliance)
Die üblichen Souvenirläden in der Altstadt. (China International Travel CA, Inc./flickr cc-by-nc)