Sonntag, 19. Mai 2013

Globus /

China Shangri La: Geschäft mit dem Mythos  

Silke Ballweg war im Tourismusparadies unterwegs

Ein buddhistisches Kloster in Zhongdian, China. Zhongdian wurde von den chinesischen Behörden in Shangri-La umgetauft, um den Tourismus anzukurbeln. Shangri-La heißt ein buddhistisches Kloser in einem Roman von James Hilton aus den 1930er Jahren: Der verlorene Horizont.
Dem Himmel so nah: ein buddhistisches Kloster ((salian)/flickr cc-by-nc-sa)

Zhongdian alias Shangri-La: Eine chinesische Stadt lockt Touristen mit dem Mythos der Glückseligkeit. Doch die Wirklichkeit ist anders.

Shangri-La ist ein sagenumwobener fiktiver Ort irgendwo in Asien, ein mysteriöses buddhistisches Kloster, in dem die Menschen vollendete Ruhe und innere Freiheit gefunden haben. Sie altern kaum und führen ein glückliches Leben. Geprägt wurde diese Vorstellung durch den Roman "Der verlorene Horizont" von James Hilton aus den 1930er Jahren. Jahrzehntelang hat der Begriff Vorstellungen vom glücklichen Leben geprägt.

Vorbei mit der Ruhe

Seit 2001 existiert nun ein "wirkliches" Shangri-La: Um den Tourismus anzukurbeln, hat sich die chinesische Stadt Zhongdian 2001 in Shangri-La umbenannt und wird nun ganz offiziell so bezeichnet. Shangri-La - oder Zhongdian - liegt auf 3500 Meter Höhe unweit der tibetischen Grenze. Die 130.000 Einwohner zählende Stadt hat einiges mit dem Ort aus dem Buch gemein - unter anderem ein großes buddhistisches Kloster. Andererseits kommen immer mehr Touristen und damit schwindet auch die Ruhe.

Flughafen von Shangri La, ehemals Zhongdian in China. Shangri La ist ein mythischer Ort in dem Roman "Der verlorene Horizont" von James Hilton. Chinesische Behörden haben 2001 die Region Zhongdian in Shangri La umgetauft, um den Tourismus anzukurbeln Sogar einen eigenen Flughafen bekam Shangri La. (dpa/picture alliance) Souvenirläden in der Altstadt von "Shangri La", ehemals Zhongdian in China, Die üblichen Souvenirläden in der Altstadt. (China International Travel CA, Inc./flickr cc-by-nc)



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