Cocktail Blutspuren im Drink
Bartender Frederik Knüll über die Legenden der Bloody Mary.
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- Wodka und Tomate - Bloody Mary (Aaron Edwards | flickr.com | CC BY-NC 2.0 )
Sie gilt als Königsdisziplin unter den Drinks. Der Mix aus Tomatensaft, Wodka, Worcestersauce, Salz und Pfeffer: die Bloody Mary.
Blutrot steht sie auf der Theke. Dekoriert mit einer Selleriestange oder wahlweise einer Zitrone. Die 91 Jahre alte, umtriebige Bloody Mary. Der Legende nach hatte sie erstmals 1921 Ferdinand "Pete" Petiot in der "Harry's New York Bar" in Paris erfunden. 50 Prozent Wodka, 50 Prozent Tomatensaft. Woher sie allerdings ihren Namen hat ist umstritten. Die Bloody Mary soll nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Oder war es doch Ernest Hemingway, der deren Drink seiner vierten Ehefrau Mary Welsh gewidmet hatte?
Von Paris nach New York
Nach Paris eroberte die Bloody Mary viele Städte und wurde auch in New York gemixt. Die Rezeptur entwickelte man dort weiter: Das Salz, sowie die unterschiedlichen Schärfegrade werden bis heute je nach Geschmack variiert. Das macht ihren kreativen Charakter aus, sagt Bartender Frederik Knüll. Es gibt eigentlich nie DAS Bloody Mary Rezept. Für einen ersten Versuch reicht das Originalrezept von Petiot:
4.5 cl Wodka
0.75 cl Zitronensaft
12 cl Tomatensaft
0.25 TL Worcestersauce
0.5 TL Tabascosauce
0.25 TL Salz
0.25 TL Pfeffer
In der Bartenderfachsprache wird sie als "Pick me up Getränk" geführt, was ihre besondere Wirkung als Katergetränk herausstellt. Auch in der Popkultur findet die Bloody Mary ihre Aufmerksamkeit. Es bestehen unzählige Film- und Songzitate, etwa: "When you are gone I'll still be Bloody Mary" - Lady Gaga.