Sonntag, 19. Mai 2013

Medien /

Computer Erdbebenwarnung dank freier Software  

Ein Gespräch mit dem Wissenschaftsjournalisten Matthias Kirschner (Free Software Foundation Europe)

Zerstörung nach dem Erdbeben in Chile
Zerstörung nach einem Erdbeben in Chile - ein 14-Jähriger hat mit Pfennigartikeln ein Warngerät entwickelt. (AP)

Der 14 Jahre alte Chilene Sebastian Alegria hat ein Erdbebenwarngerät entwickelt. Es funktioniert besser als manche Profigeräte.

Basis des neuen Gerätes ist  billige Hardware, ein Arduino-Single-Board-Microcontroller und freie Software, verglichen mit professioneller Technik richtige Pfennigartikel. Die Erdbebendaten sendet Sebastian Alegria via Twitter. Über 50.000 Nutzer informieren sich so über mögliche Erdbeben.

Die ursprüngliche Idee hinter dem Arduino Mini-Computer ist einfach: Studenten und Schüler sollen lernen, wie Computer aufgebaut sind, Module können nach eigenem Interesse angebaut werden, zum Beispiel Sensoren und LEDs.

Ein Baukasten wie bei Lego

Wie früher mit dem Legobaukasten, kann dann munter entwickelt werden: Mit Betriebssystem und passenden Modulen lassen sich auch preiswerte Sicherheitssysteme basteln, mit denen Türen, Fenster und Tore überwacht werden. Verlockend in Ländern, in denen Technik teuer und das Bedürfnis nach Sicherheit groß ist.

Der 14 Jahre alte Chilene Sebastian Alegria hat das System mit einem Erdbebenwarngerät gekoppelt - sobald seismische Aktivität messbar ist, wird getwittert. Und das funktioniert offenbar besser als die Warnung offizieller Stellen.



Mehr bei DRadio Wissen

Chile - Ein Jahr nach dem Erbeben
Beitrag von Victoria Eglau
(Globus vom 28.02.2011) 

Mehr zum Thema:

A Chilean Teen Tweets About Earthquakes Better Than His Whole Government
(Artikel auf gizmodo.com vom 18.07.2011)

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