Computer-Viren Flame entert Windows
Ein Gespräch mit dem C'T- Journalisten Jürgen Schmidt
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- Flame entert über Windows auch die angeschlossenen Geräte - Grund zur Sorge scheint aber unnötig. (Ikayama/ Flickr/ CC BY-NC-SA 2.0)
Er kommt über die rechnereigene Update-Funktion: Der Computer-Spion Flame entert über das Betriebsystem Windows auch alle angeschlossenen Geräte. Panik ist dennoch überflüssig: Flame interessiert sich ausschließlich für Fachwissen auf Rechnern im Nahen Osten.
Über die rechnereigene Update-Software schleusen Geheimdienste Cyberwanzen in das Betriebssystem und holen sich alle Daten, die sie brauchen: Kontakte, Bewegungsprofile, Bilder etc. Das jetzt entdeckte Spionageprogramm Flame macht genau das und zwar anscheindend schon seit drei bis vier Jahren.
Von Profis für Profis
Allerdings wird Flame ganz gezielt eingesetzt. Entdeckt wurde es bisher auf circa 1000 Rechnern, die meisten stehen im Iran. Das lässt Rückschlüsse auf die Urheber zu: Es könnten westliche Geheimdienste sein, die sich des höchst komplex aufgebauten Spionagewurms bedienen.
Einblicke in Geheimdienstarbeit
Vor Spekulationen wird aber gewarnt. Die Öffentlichkeit könnte gezielt auf eine falsche Fährte gesetzt werden. Eines ist aber klar: Flame gibt einen Einblick in die Arbeit moderner Geheimdienste. Otto Normalverbraucher ist nicht das Ziel des Angriffs.